Der deutsche Künstler Peter Lang und die Akustikexperten der FH Rosenheim haben gemeinsam die Idee für ein Kunstwerk entwickelt. Es trägt den Namen „Stilles Orchester“ und ist von Wespen- und Hornissennestern inspiriert. Der Maler und Druckgrafiker Peter Lang hat sein außergewöhnliches Kunstobjekt mit schallabsorbierender Funktion zusammen mit der FIT-Tochter Additive Tectonics gestaltet, wie die FIT AG dem 3D-grenzenlos Magazin in einer Pressemitteilung berichtet.

Details zum Kunstwerk

3D-gedrucktes Kunstwerk Gesamtansicht
Die raue, faserige Oberfläche kombiniert mit der Geometrie des Kunstobjekts sorgt für die beabsichtigte, schalloptimierende Wirkung (im Bild: Kunstwerk „Stilles Orchester“)(Bild © FIT AG/Martin Hangen).

Die Raumskulptur „Stilles Orchester“ besteht aus verschiedengroßen und wabenartig angeordneten Röhren und Tuben. Sie wird künftig die Räume des privaten Auftraggebers zieren und dort als von der Decke hängendes großformatiges Schallelement in den Räumen des Auftraggebers die Akustik verbessern.

Der Künstler hat analoge und digitale Verfahren kombiniert und so sein Kunstobjekt geschaffen. Er benötigte mehr als 10 Monate Zeit für die Vorbereitung, bevor das Objekt hergestellt werden konnte. Noch mehr Zeit brauchten die kreativen Köpfe hinter einer 12-Meter hohen Skulptur im neuseeländischen Rotorua. Ihre Skulptur entstand in 5 Jahren.

Fertigung des Kunstwerks

Das analoge Modell wurde in 43 Schichten zerteilt und die Objektkontur jeder Schicht wurde von Hand auf 3 x 6 Meter große Vliesbahnen übertragen. Die Bahnen wurden aufgehängt, fotografiert und die einzelnen Bilder am Computer bearbeitet. Das daraus entstehende dreidimensionale digitale Datenmodell stellt die Basis für den 3D-Druck dar.

Die Fertigung erfolgte mit dem Robotic FDM, bei dem ein Roboterarm über eine Extrusionsdüse das Material schichtweise aufträgt. Die Ingenieure von Additive Tectonics haben für die homogenen Ebenen einen komplexen Algorithmus programmiert. Für das gesamte Objekt gelang so ein Weg der Extrusionsdüse ohne Überschneidungen.

Der nahezu CO2-neutrale Fertigungsprozess ist nachhaltig und wurde mit dem biokompatiblen Kunststoff Arboblend durchgeführt. Peter Lang hatte diesen mit Bier als natürlichem Klebstoff und handverlesenen Pigmenten von Pigment Kremer hergestellt. Die Granulate wurden manuell während des Extrusionsprozesses gemischt. Der Künstler erhielt so individuelle Farbeffekte und damit ein Unikat. Die raue, faserige Oberfläche kombiniert mit der Geometrie des Kunstobjekts sorgt für die beabsichtigte, schalloptimierende Wirkung. Der bionisch geformte Schallabsorber war nach zwei Monaten Arbeit fertiggestellt.

Die Entstehung des 3D-gedruckten Kunstwerkes im Video

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