Wer einmal wie ein völlig anderer Mensch aussehen möchte, sollte das Geschäft des Designers Shuhei Okawara besuchen. Dieser hat in seinem Laden „Kamenya Omote“ in Tokio äußerst realistische 3D-gedruckte Masken verschiedener Personen hergestellt. „The Japan Times“ hatte über das Projekt des Designers berichtet.

Details zu den beeindruckenden Masken

Bisher gab es in Okawaras Laden Masken für Partys oder Theateraufführungen. Mit den 3D-gedruckten Masken, die er basierend auf Gesichtern von echten Personen anbietet, wollte er etwas Einzigartiges kreieren.

Okawara beschreibt es so:

„Maskenläden in Venedig kaufen oder verkaufen wahrscheinlich keine Gesichter. Aber wirken wie aus Fantasiegeschichten. Ich dachte, es würde Spaß machen, realistische Masken herzustellen.“

Im Oktober 2020 begann er mit der Umsetzung seiner Idee. Er fragte anonyme Personen, ob sie ihre Gesichtszüge über Fotos für seine realistischen Masken bereitstellen möchten. 100 Bewerber schickten ihm für 40.000 Yen (317 Euro) Bilder ihrer Gesichter.

105% des eigentlichen Gesichts

Die Bilder wurden von einem Fachmann zu sehr realistischen Nachbildungen modelliert und als Masken in 3D gedruckt. Sie entsprechen 105% des eigentlichen Gesichts. So passen sie jedem, der sie anprobiert. Für Cosplay oder als Kunst lassen sie sich jedoch sehr gut verkaufen. 2017 haben wir darüber berichtet, dass Masken echter Personen Gesichtserkennungssysteme täuschen können. Okawara geht davon aus, dass falls jemand seine Masken für eine Straftat trägt, er nicht für die Herstellung zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Okawara erklärt, dass die meisten seiner Kunden diese Masken ohnehin mehr als Kunstwerke sehen. Die Nachfrage nach realistischen und leicht gruseligen Masken aus dem 3D-Drucker sind Okawara zufolge sehr hoch. Er geht davon aus, dass sie sich auch künftig gut verkaufen werden.

Anfang 2021 werden die Masken in Tokio für 78.000 Yen (617 Euro) pro Stück verkauft. Der Preis gilt für Masken mit seinem Gesicht. Masken mit dem Gesicht anderer Personen sollen 98.000 Yen (776 Euro) kosten. Der Designer geht davon aus, in Zukunft das Angebot an Gesichtern noch zu erweitern und auch nicht japanische Gesichter mit einzubeziehen. Was Sicherheitsbehörden, zum Beispiel an Flughäfen oder öffentlichen Plätzen mit Gesichtserkennung davon halten, dürfte als Reaktion noch abzuwarten sein. Ganz neu ist das Thema aber nicht, wie wir 2017 bereits berichteten. Doch es gibt auch sinnvolle Einsatzbereiche, wie die Kunst, das Theater oder in Filmproduktionen. Auch zur Trauerbewältigung von Hinterbliebenen könnten sich die Masken eigenen.

Auf Instagram veröffentlicht Shuhei Okawara noch weitere Bilder seiner 3D-gedruckten Gesichtsmasken, getragen von Kunden oder ziemlich ungewöhnlich präsentiert.

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