Auf der Dubai Design Week präsentierte das japanische Architekturstudio Mitsubishi Jisho Design eine einzigartige Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und moderner Technologie: The Warp. Das Teehaus besteht aus recyceltem Holz, das mit der Hilfe von 3D-Druck im Extrusionsverfahren verarbeitet wurde. Die innovative Methode, bekannt als „Regenerative Wood“, integriert den gesamten Produktionszyklus – vom Entwurf bis zur Herstellung von architektonischen Elementen und Möbeln. Vorgestellt hatte Mitsubishi Jisho Design auch auf seiner Website.
Nachhaltigkeit trifft auf modularen Aufbau

Die Struktur des Teehauses setzt sich aus fast 900 Paneelen zusammen, die aus recyceltem Holzpulver geformt wurden. Dieses Material stammt aus Holzverarbeitungsabfällen und wird mit PLA kombiniert, um ein für den 3D-Druck geeignetes Filament herzustellen. Die Paneele wurden anschließend mit einer traditionellen japanischen Tischlermethode zusammengefügt. Diese Technik ersetzt Nägel und Schrauben durch raffinierte Holzverbindungen und ermöglicht eine stabile, aber zugleich flexible Struktur.
Das modulare Design erleichtert den Auf- und Abbau des Teehauses, was es besonders geeignet für temporäre Installationen oder Umzüge macht. Inspiriert von klassischen Teepavillons umfasst die Konstruktion das Konzept des Nijiriguchi, einer kleinen Eingangstür. Im Unterschied zu herkömmlichen Designs bietet The Warp jedoch ein offenes, trichterförmiges Design, das Besuchern einen Panoramablick auf die Umgebung ermöglicht.

Tradition und Technologie vereint
Laut Architekt Kei Atsumi ist das Projekt mehr als nur ein Pavillon. Er erklärt:
„Durch die Verbindung traditioneller Tischlertechniken mit den Fortschritten des 3D-Drucks haben wir eine neue Form des architektonischen Ausdrucks entwickelt.“
The Warp verdeutlicht, wie moderne Technologie traditionelle Handwerkskunst revitalisieren kann und eine Brücke zwischen Innovation und Nachhaltigkeit schlägt.
Die Besucher der Dubai Design Week konnten das Teehaus im Rahmen einer immersiven Teezeremonie erleben. Neben der ästhetischen Wirkung unterstreicht das Projekt die Bedeutung umweltfreundlicher Herstellungsprozesse und zeigt, wie Abfallmaterialien in wertvolle Konstruktionen umgewandelt werden können.






