
Omar Fergani, PhD, Mitbegründer und CEO von 1000 Kelvin, betonte die Bedeutung von 3D-Druck in Bezug auf globale Herausforderungen:
„Der Fertigungs- und Produktionssektor ist für ein Fünftel der globalen CO2-Emissionen und 54 % des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. 3D-Druck hat das Potenzial, diese Probleme anzugehen, aber erst wenn er konsistent funktioniert. AMAIZE trägt durch die Steigerung der Effizienz und die Verringerung des Abfalls im 3D-Druck zu einer nachhaltigeren Zukunft bei und macht die Technologie einfacher in der Anwendung.“
Details zu AMAIZE
AMAIZE zielt darauf ab, optimale Vorgänge für die additive Fertigung mit Hilfe von KI-Technologie zu generieren, die auf den ersten Versuch erfolgreich sind. Nutzer können eine Bauteildatei in die AMAIZE-Cloud hochladen, wo das Teil analysiert und automatisch für thermo-mechanische Probleme korrigiert wird, indem die Scanstrategie und Prozessparameter optimiert werden. Dieser Ansatz soll die Notwendigkeit teurer Finite-Elemente-Simulationssoftware und mehrfacher physischer Iterationen überflüssig machen, wodurch Material, Energie und Geld gespart werden.

1000 Kelvin hat die cloudbasierte Lösung AMAIZE erfolgreich mit mehreren Maschinenherstellern integriert. Diese Integration ermöglicht Software der nächsten Generation und Computerinfrastruktur für die additive Fertigung. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Frühnutzerprogramms wurde AMAIZE von Unternehmen in den Bereichen Energie, Luft- und Raumfahrt sowie Auftragsfertigung übernommen.
Praxisbeispiel
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie ein kalifornischer Raketenstartanbieter erhebliche Herausforderungen bei der additiven Fertigung eines kritischen Teils meisterte. Diese Schwierigkeiten entstanden durch Bauschäden aufgrund von Überhitzung und einer erheblichen Reduzierung von Stützstrukturen, was zu Ineffizienzen und Verzögerungen führte.
Durch die Nutzung von AMAIZE konnte das Unternehmen digitale Lösungen für das Wärmemanagement finden. Dies führte zu einem erfolgreich additiv gefertigten Teil mit verbesserter Oberflächenqualität und Leistung. Wichtig ist, dass AMAIZE es dem Kunden ermöglichte, die Stützstrukturen um über 80 % zu reduzieren, was zu einer Reduzierung der Gesamtkosten pro Teil um mehr als 30 % führte, wenn man sowohl eingespartes Material als auch Nachbearbeitungskosten berücksichtigt. Diese Fallstudie veranschaulicht, wie der Fokus von AMAIZE auf die Behebung der Ursache – das Wärmemanagement – die Markteinführungszeit deutlich beschleunigen kann.
1000 Kelvin hat bisher 3 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln gesichert, was es dem Unternehmen ermöglichte, über Europa hinaus zu expandieren und eine Präsenz in Los Angeles, Kalifornien, USA, aufzubauen, um Kunden in der Luft– und Raumfahrt– sowie Verteidigungsindustrie zu bedienen.






