Der Schienenfahrzeughersteller Alstom konnte mit der Umstellung auf 3D-Druck für die Herstellung von Ersatzteilen mehr als 20.000 Euro einsparen. Die Fußstützen aus dem 3D-Drucker wurden statt in einem halben Jahr bereits in wenigen Tagen geliefert und eingebaut. Wir fassen das Wichtigste dazu zusammen.

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Der französische Schienenfahrzeughersteller Alstom hat beschlossen, eine Reihe von 3D-Druck-Lösungen zur vorteilhaften Verwendung im Unternehmen zu untersuchen. Dazu gehört auch eine Flotte, die seit zehn Jahren in Betrieb ist und deren Teile sich zunehmend verschlechtert haben und der 3D-Druck eine kostengünstige und schnelle Lösung zur Erneuerung der Teile darstellen könnte.  Schon in 2021 haben wir über Alstom berichtet, als diese die Reparaturzeiten bei Sétif Tramways mit 3D-Druck deutlich reduzieren konnten. Vor wenigen Monaten gaben Alstom und Replique bekannt, dass sie 3D-gedruckte Türstopper für Züge erfolgreich hergestellt hatten.

3D-Druck von Ersatzteilen

3D-gedruckte Fußstützen
Die 3D-gedruckten Fußstützenteile wurden mit LOCTITE 3D 3843 HDT60 High Toughness Matte Black (im Bild) in 3D gedruckt (Bild © Alstom).

Im Rahmen des aktuellen Projekts wird das Alstom-Wartungsteam in Nola, Italien, aufgrund beschädigter oder zerstörter Teile an Bord des AGV ETR575, eines elektrischen Hochgeschwindigkeits-Personenzugs mit Triebzügen, zweihundert Fußstützenteile ersetzen. In einer Fallstudie berichtet das Unternehmen Loctite darüber, dass eine neue Form für die Herstellung der Ersatzteile zu nutzen, zu teuer war. Deshalb entschied sich das Unternehmen für den 3D-Druck.

Der Harz-3D-Druck, den sie für die Ersatzteile wählten, soll den Teilen eine Langzeitstabilität verleihen. Gemeinsam mit dem Materialhersteller Loctite entschloss sich das Unternehmen, LOCTITE 3D 3843 HDT60 High Toughness Matte Black für die Anwendung einzusetzen. Das hervorragende Finish und die moderate Temperaturbeständigkeit haben Alstom überzeugt. Mit einem NXE-400-3D-Drucker von Nexa3D gelang es ihnen, die Teile in 3D zu drucken. Dessen Bauvolumen beträgt 17 Liter und die offene Materialplattform verfügt über eine patentierte Lubricant Sublayer Photo-curing (LSPc®)-Technologie. Diese bietet Genauigkeit und Toleranzen mit einer hervorragenden Oberflächengüte.

Die 3D-gedruckten Fußstützenteile konnten sofort in einen Personenwagen des AGV ETR575-Zugs eingebaut werden. Die Verwendung von 3D-Druck verkürzte die Vorlaufzeit um 96 % und senkte die Gesamtkosten um 25 %. Die ursprüngliche Lieferzeit hätte knapp ein halbes Jahr gedauert. Mit dem 3D-Druck gelang es, die Vorlaufzeit um 172 Tage auf knapp eine Woche zu kürzen. Das Team spart außerdem mehr als 20.000 EUR ein.

Zug
Mit dem 3D-Druck gelang es Alstom, mehr als 20.000 Euro einzusparen (im Bild: Zug der ASVG)(Bild © Alstom).

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