Das finnische Unternehmen für intelligente Schiffs- und Energielösungen Wärtsilä setzt seit 2018 auf 3D-Druck. Nun möchte das Unternehmen mit den Metall-3D-Druckern von Markforged den Einsatz der additiven Fertigung weiter ausweiten und damit Geld und Zeit, vor allem bei Reparaturen und speziellen Kundenwünschen, sparen. Den Beginn macht das Unternehmen mit dem weltweit ersten CE-zertifiziertem Hebewerkzeug aus dem 3D-Drucker.

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Der finnische Hersteller von Schiffs- und Energielösungen Wärtsilä beschloss, für das weltweit erste 3D-gedruckte CE-zertifizierte Hebewerkzeug den X7 3D-Drucker von Markforged zu nutzen. Laut einer Fallstudie von Markforged begann das Team von Ingenieuren von Wärtsilä bereits 2018 mit der Arbeit mit Kohlefaser-3D-Druckern von Markforged, um für Situationen wie Reparaturen und andere Arbeiten stets ein Werkzeug zur Hand zu haben und nicht auf lange Lieferzeiten angewiesen zu sein.

Mehr Durchsatz durch 3D-Druck

3D-gedrucktes Hebewerkzeug
Wärtsilä druckt das weltweit erste CE-zertifizierte Hebewerkzeug mit dem 3D-Drucker X7 von Markforged (Bild © Markforged).

Sie stellten bereits einige Werkzeuge additiv her. Mit dem 3D-Drucker der Industrial-Serie X7 wollen sie nun den Durchsatz erhöhen. Für ihr Werk in Triest, einer Großstadt im Nordosten von Italien, haben sie gemeinsam mit Markforged das Hebewerkzeug für die additive Fertigung überarbeitet. Das neue Werkzeug wird in mehrere Teile aufgeteilt, damit die kontinuierliche Kohlefaserverstärkung optimal genutzt wird. Das Hebewerkzeug kann so nun einen 240 Kilogramm schweren Motorkolben beim ersten Versuch anheben.

Juho Raukola, Innovationsexperte im Bereich Additive Manufacturing bei Wärtsila, war ziemlich überrascht von der Leistung, heißt es in der Fallstudie. Ein Hebewerkzeug kann bis zu 960 Kilogramm heben. In Herstellungssituationen wird aber der Sicherheitsfaktor vier beachtet. Mit der Zertifizierungsagentur Bureau Veritas wurde das Werkzeug verschiedenen Tests und Inspektionen unterzogen, um einen Zertifizierungsprozess der Tools zu definieren. Laut Wärtsilä wurden in acht Monaten bereits 100.000 Euro an Kosten eingespart. Mit den Markforged 3D-Druckern sollen diese Einsparungen verstärkt werden.

Spezielle Kundenwünsche in wenigen Tagen erfüllen

Wärtsilä besitzt nun drei Markforged Kohlefaserdrucker und einen Metal X 3D-Drucker. Den Metal X hat Markforged 2017 auf der CES vorgestellt. Er ist in der Lage, Metalle wie 17-4 PH-Edelstahl, verschiedene Werkzeugstähle wie A2, D2 und H13 und Inconel 625 zu drucken. Das Unternehmen kann so nun speziellen Kundenwünschen nicht in wenigen Wochen, sondern in nur wenigen Tagen nachkommen.

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