3D Systems, Anbieter von 3D-Drucklösungen, und Daimler Truck | Daimler Buses, einer der weltweit größten Hersteller von Nutzfahrzeugen, haben in einer Mitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin eine innovative Lösung vorgestellt, um den Remote-Druck von Ersatzteilen zu ermöglichen. Die Partnerschaft kombiniert die Expertise von Daimler Buses im Bereich der additiven Fertigung für Serienbauteile mit dem umfassenden Know-how von 3D Systems in 3D-Drucktechnologien, Materialien und Software. Unterstützt wird die Kooperation durch Oqton, einer Tochtergesellschaft von 3D Systems, sowie Wibu-Systems, die sich auf den Schutz digitaler Rechte spezialisiert haben.
Verbesserte Ersatzteilverfügbarkeit durch dezentrale Fertigung

Mit dieser Lösung können zertifizierte Partner von Daimler Buses Ersatzteile bedarfsgerecht produzieren. So lassen sich Engpässe in der Lieferkette umgehen und die Lieferzeiten für Ersatzteile um bis zu 75 % verkürzen. Besonders betroffen sind Bauteile im Bereich der Fahrzeugkabine oder im Motorraum, wie Abdeckungen oder Steckverbindungen. Die lokale Fertigung führt nicht nur zu schnelleren Reparaturen, sondern senkt auch die Stillstandzeiten von Fahrzeugen erheblich. Dies bedeutet indirekte Kosteneinsparungen und eine gesteigerte Produktivität für Busunternehmen.
Schutz des geistigen Eigentums und nahtlose Integration
Ein zentraler Bestandteil der Lösung ist das digitale Rechte-Management von Wibu-Systems. Es ermöglicht, dass Design-Dateien sicher entschlüsselt und nur die benötigte Menge an Bauteilen produziert werden kann. Für die Fertigung kommt aktuell der SLS 380 3D-Drucker von 3D Systems zum Einsatz. Zukünftig plant Daimler Buses, auch andere Drucker von 3D Systems in die Lösung einzubinden.
Ralf Anderhofstadt, Leiter des Kompetenzzentrums Additive Fertigung bei Daimler Truck und Buses, erklärte: „Mit dieser Kooperation setzen wir unsere Vision einer dezentralen Ersatzteilproduktion um. Das digitale Rechte-Management verkürzt die Servicezeiten und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden.“
Zukunft der Ersatzteilproduktion
Das Konzept wird durch die Omniplus 3D-Drucklizenz unterstützt, die über den Daimler Buses eShop erhältlich ist. Mit der Software „3DXpert“ können Servicepartner den Produktionsworkflow effizient steuern. Die Einführung solcher Technologien ist ein Schritt in Richtung resiliente Lieferketten, die weniger von globalen Transportwegen abhängig sind. Laut Marktprognosen soll der Einsatz additiver Fertigung in der Automobilindustrie bis 2027 auf 7,9 Milliarden USD wachsen.
Jaime Garcia von 3D Systems betonte, dass diese Lösung nicht nur den Ersatzteilmarkt transformiere, sondern auch die Nutzung von 3D-Druck in der Automobilindustrie vorantreibe. Mit der Erweiterung auf Metall-3D-Drucker eröffnen sich zudem weitere Anwendungsmöglichkeiten.






