Binghamton Universität New York:

US-Forscher entwickeln mithilfe eines 3D-Druckers „Faltbatterien“

 18. Juni 2015  Mayra Condemarin  

Ein Team aus Forschern aus den Vereinigten Staaten hat eine Batterie entwickelt, die alte japanische Faltkunst, Abwässer und Bakterienantrieb miteinander verbindet. Die Anoden dafür werden mit einem 3D-Drucker hergestellt. Die Kosten pro faltbare Batterie belaufen sich auf weniger als 10 Cent.

Logo Mit voranschreitenden Technologien, nicht minder 3D-Drucktechnik, finden Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker immer wieder einen Weg Hightech-Geräte, Autos und andere Transportmittel noch effizienter zu machen. Vor allem die Frage nach langer Akku-Laufzeit durfte so manchen von uns interessieren. Jetzt hat ein Team aus Wissenschaftlern es geschafft eine Batterie zu entwickeln, die nicht nur für unter 10 Cent zu produzieren, sondern auch noch faltbar ist. Was unmöglich erscheint, ist heute gelungen, doch wie lässt sich diese Idee mit Abwässern verbinden?

Faltbatterie
Die Bilder zeigen, wie die Faltbatterie aufgebaut ist (Foto: © 3dprint.com)

Die Entwickler der Batterie, die an der Binghamton Universität in New York tätig sind, hatten sich zu Beginn ihres Projekts wohl dieselbe Frage gestellt, doch dank den japanischen Wurzeln des leitenden Wissenschaftlern und feinster Mikrobiologie sind sie auf ein Ergebnis gekommen, dass sie wahrscheinlich selbst so nicht erwartet hatten. Seokheun “Sean” Choi ist Juniorprofessor an der Universität und Autor eines Papers, dessen Titel An Origami Paper-Based Bacteria-Powered Battery, schon verrät, wie außergewöhnlich das angefangene Projekt wirklich ist.

Faltbatterie
Wie beim Origami lässt sich die Batterie falten (Foto © 3dprint.com)

Das Ziel von Choi war es eine leichte, kostengünstige und faltbare Batterie zu entwickeln, die mithilfe von Bakterienkulturen, die sich in allen Abwässern befinden, angetrieben wird. Auf einem Blatt Papier konnten zunächst die benötigten Kathoden durch eine tintenartige Nickelsubstanz angebracht werden, sodass, wenn das Material erstmal gefaltet werden würde, die Bakterien an den Kathoden durch zwei „gewöhnliche Zuläufe“ gelangen und dann Energie herstellen würden. Die Anoden dafür wurden aus Kohlefarben mit einem 3D-Drucker hergestellt. Diese wiederum stellen eine wasseraufnehmende Zone her, dessen Kanten aus Wachs bestehen.

Die Konstruktion ist alles andere als leicht nachzuvollziehen, doch zählt am Ende für gewöhnlich sowieso das Ergebnis. Den Wissenschaftlerteam und Choi ist schlussendlich die Entwicklung einer Batterie gelungen, die nicht nur in der Produktion nichts kostet, sondern auch durch ein natürliches System funktioniert. Wir sind gespannt wie es da weiter geht.

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