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University People's Krankenhaus Peking: Kreuzbein-Implantat erstmals mit 3D-Drucker produziert und eingesetzt

Einem weiteren Ärzteteam aus China ist ein einmaliger, noch nie da gewesener Einsatz geglückt: Mit 3D-Drucktechnik konnte einem an Krebs leidenden Patienten das Leben gerettet werden. 

Vor einigen Tagen hatten wir hier auf 3d-grenzenlos über den geglückten Einsatz eines Brustbein-Implantats aus dem 3D-Drucker berichtet. Der Fall der Patientin aus China wird mit großer Sicherheit in den nächsten Jahren für ein Umdenken in der Medizin sorgen, denn 3D-Drucker zahlen sich dort aus – nicht nur, was Forschungszwecken angeht, auch für Patienten mit schweren Krankheiten könnte der Einsatz dieser Technik in der Medizin ihr Leben retten. So auch der heutige Fall, bei dem einem Patienten das erste 3D-Druck-Kreuzbein eingesetzt wurde.

Kreuzbein-Implantat

Etwas seltsam aussehend, aber dennoch revolutionär: das erste je da gewesene Kreuzbein-Implantat (Foto: © 3dprint.com)

Wang Li leidet an einer sehr seltenen Art des Krebses nämlich Chordom; dabei werden vor allem die Wirbelsäule und das Becken angegriffen. Nach dem der Tumor, der sich auf seinem Kreuzbein befand, entfernt wurde, litt Li an den schweren Folgen des Eingriffs. Die Krebszellen hatten zuviel beschädigt und als der Krebs wieder kam, hatte Li keine andere Wahl, als einen erneuten Angriff über sich ergehen zu lassen.

Dafür fur er nach Beijing in das Pekinger University People’s Krankenhaus, wo er Professor Guo Wei und sein Team traf. Nach langen Diskussionen der Ärzte, beschloss Wei das Kreuzbein komplett zu entfernen, wobei starke Komplikationen unvermeidbar werden würden. Das Kreuzbein ist nämlich ein wichtiger Knochenteil, der dabei hilft uns zu bewegen. Nach einem Entfernen könnte es passieren, dass ein Patient nicht mehr gehen oder aufrecht sitzen kann.

Statt diesem noch mehr Leiden zuzumuten, beschloss Professor Wei ein Implantat zu entwerfen, das aus Titan bestehen, ein genaues Abbild des Kreuzbeins darstellen und nur mithilfe eines 3D-Druckers produziert werden würde. Erstmals wurde ein derartiges Implantat nicht nur entworfen, sondern auch erfolgreich eingesetzt. Die Ärzte mussten selbstverständlich mit den Konsequenzen rechnen, die sich ergeben würden und dafür sorgen, dass das Implantat porös genug war damit die Knochen drumherum zusammenwachsen können.

Der Eingriff war von Erfolg gekrönt und jetzt warten die Ärzte und der Patient auf eine einigermaßen schnelle und folgenlose Erholung.

Was sagt ihr dazu? Hinterlasst Eure Kommentare oder diskutiert mit uns darüber auf unserer Facebook-Seite.

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