Neues Forschungsprojekt:

Bayerische Universitäten möchten Gewebe mit 3D-Druckern herstellen und Tierversuche vermeiden

 7. Dezember 2017  Andreas Krämer  

Die Universitäten Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Bayreuth sind Teil des Transregioverbunds. Für ein neues Projekt, das dazu beitragen soll, Tierversuche zu vermeiden, bekommen sie jetzt Forschungsgelder in Millionenhöhe. Ziel ist es, Zellen und Materialien mit 3D-Druckern herzustellen.

Die Universitäten Würzburg, Bayreuth und Erlangen-Nürnberg sind Mitglied des Transregioverbunds und erhalten nun Forschungsgelder in Millionenhöhe für ein Projekt, mit dem Tierversuche vermieden werden sollen. Stattdessen möchte man die 3D-Druck-Technologie nutzen. Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bekommt das Projekt insgesamt 11,6 Millionen Euro an Fördergeldern und ist einem News-Beitrag der Universität Würzburg zufolge auf 12 Jahre ausgelegt. Auch das Bayerische Bildungsministerium berichtete in einer Pressemitteilung über die Förderung. Im Oktober 2016 berichteten wir über „Organ-on-Chips“ aus dem 3D-Drucker, mit denen ebenfalls Tierversuche ersetzt werden sollen.

Universität Würzburg Logo.Der Transregioverbund beschäftigt sich in dem neuen Projekt mit dem 3D-Druck von Zellen und Materialien, die in gewebeähnlichen Strukturen angeordnet sind. Auf lange Sicht lassen sich Gewebemodelle herstellen, die zum Beispiel Tierversuche in Zukunft überflüssig machen könnten. Mit dem 3D-Drucker soll ein Material entwickelt werden, welches mit menschlichen Gewebe vergleichbar ist. Dies führt dazu, dass künftig verstärkt mit diesem Gewebe statt Tieren geforscht wird. Mit Stratasys BioMimics stellte der US-Druckerhersteller Ende November 2017 ein neues 3D-Drucksystem für realistische, anatomische für die chirurgische Ausbildung vor.

Im Rahmen des Projekts werden die Grundlagen der Biofabrikation erforscht und das Verhalten der Zellen während und nach dem Druckprozess analysiert. Neue Verfahren und Materialien für den 3D-Drucker werden ebenfalls entwickelt.

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