In einem Forschungszentrum, der chinesischen Luft- und Raumfahrt, wurden mittels der 3D-Druckertechnologie spezielle Bauteile eines Raumanzugs gedruckt. Die chinesischen Forscher sind davon überzeugt auf diese Art und Weise die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Raumanzüge zu erhöhen.

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Chinesischer Weltraumanzug
Chinesische Forscher optimieren Weltraumanzüge durch Bauteile aus dem 3D-Drucker (Bild © madhyamam.com ).

Bei den gedruckten Teilen handelt es sich um ein Lüftungsrohr und den dazugehörigen Flansch (Verbindungsstück zwischen Rohren), die mit Hilfe der 3D-Drucker strapazierfähiger sind und auch effizienter an den Raumanzug angepasst werden können. Die Technologie wurde sogar bereits vom wissenschaftlichen Forschungszentrum für chinesische Astronauten anerkannt.

Die chinesischen Astronauten haben drei verschiedene Arten von Raumanzügen. Es wird unterschieden zwischen einem Anzug, der innerhalb der Kapsel bei Druckveränderungen im Raumschiff getragen wird. Normalerweise handelt es sich dabei um den Start und die Landung mit der Raumfähre. Dann gibt es einen zweiten Anzug, der innerhalb der Kapsel während des normalen Flugs und der Arbeit im Raumschiff oder in der Raumstation getragen wird. Bei dem dritten Anzug handelt es sich um den Anzug für den die Teile aus dem 3D-Drucker hergestellt wurden. Dieser Anzug unterliegt höchsten Belastungen, da er für die Arbeit im offenen Weltraum konzipiert ist. Ausgestattet mit einem Lebenserhaltungssystem muss der Raumanzug allerhöchsten Sicherheiten genügen.

Dank dem 3D-Druck können die spezifischen Teile für diesen Raumanzug mit noch höherer Qualität erzeugt werden. Es ist möglich Elemente mit sehr komplizierten Formen und Strukturen zu erzeugen, die äußerst strapazierfähig sind. Normale Produktionswege würden für diese Bauteile zudem sehr viel Zeit und Kosten in Anspruch nehmen. Mit dem 3D-Druck ist es hingegen möglich die Teile innerhalb von 16 Stunden herzustellen.

Darüber hinaus planen die Chinesen ein zweites Weltraumlabor mit dem Namen Tiatong-2, welches im Jahr 2016 gestartet werden und ab 2022 permanent bemannt sein soll. Teil dieses Weltraumlabors könnte dann ein 3D-Drucker sein, der es den Astronauten ermöglicht bestimmte Bauteile im Weltall direkt zu produzieren.

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