Gemeinsam mit der TU München ermittelt der 3D-Druck-Dienstleister Creabis die Rauheitswerte von 3D-Druck-Bauteilen. Als Messobjekte dienen Testwürfel, die von der TU München per SLS gesintert und mit MultiJetFusion gefertigt wurden. Welchen Zweck erfüllen diese Forschungen?

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Der 3D-Druck-Dienstleister Creabis GmbH ermittelte in Zusammenarbeit mit der TU München die Rauhheitswerte von gedruckten Bauteilen und forschte, wie einzelne Nachbehandlungen darauf bezogen einzuordnen sind. Die Rauhheitskennzahlen geben die passenden Antworten. Das Unternehmen bietet eine Einfärbanlage, mit der SLS-Bauteile mit einer Samt-Glanz-Oberfläche versehen werden können. Die Druckstrahlen sorgen für glänzend und matte Oberfläche bei den 3D-Objekten, wie wir zuletzt berichteten.

Das arithmetische Mittel Ra ist der Mittenrauwert in den Ordinatenwerten des Rauheitsprofils auf einer Einzelmessstrecke. Dieser Wert zeigt die mittlere Abweichung des Profils von der mittleren Linie. Zwischen Spitzen und Riefen kann der Mittenrauwert nicht unterscheiden, genauso verhält es sich bei der Erkennung verschiedener Profilformen.

RZ creabis
Der Rz errechnet sich aus der Mittelung der Ergebnisse von fünf Einzelmessstrecken (Bild © creabis).

Die Definition basiert auf einer starken Mittelwertbildung, weshalb die Werte nur im geringen Umfang streuen und gut reproduzierbar sind. Bei der gemittelten Rautiefe Rz handelt es sich um die Summe, die aus der Höhe der größten Profilspitze und der Tiefe des größten Profiltals auf einer Einzelmessstrecke ermittelt wurde. Der Rz errechnet sich aus der Mittelung der Ergebnisse von fünf Einzelmessstrecken. Auf die Veränderung der Oberflächenstrukturen zeigt Rz eine empfindlichere Reaktion als Ra. Von der TU München wurde zuletzt die innovative Technologie Fluid Morphology entwickelt und Ende August 2017 vorgestellt. Mit der Technik druckten sie lichtdurchlässige Fassaden.

Die unterschiedliche Ermittlung der Kennzahlen von Rz und Ra, erlaubt keine direkte Umrechnung. Als Messobjekte dienten Testwürfel, die von der TU München per SLS gesintert und mit MultiJetFusion gefertigt wurden. Die Ergebnisse zeigen richtig gute Werte in der Tabelle. Mit den Werten bleiben keine Fragen mehr offen. Die Einsatzbereiche towalisierter und mit Keramik gestrahlter Teile erweitern sich laufend. Die erstklassige Haptik und die feinen Oberflächen spiegeln sich in genauen Zahlen wieder. Mehr Informationen finden Sie auch im Blog von creabis.de.

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