In Australien haben die Melbourne Universität und Monash Universität eine neue 3D-Drucktechnologie entwickelt mit der sich flexible Solarzellen innerhalb von zwei Sekunden mit einem 3D-Drucker ausdrucken lassen. Beim Druck wird eine spezielle „Solar-Tinte“ verwendet. Nach Angaben beider Universitäten soll die Markteinführung des 3D-Solarzellendruckers schon bald erfolgen und der Solarindustrie weiteren Auftrieb verleihen.

3D-Drucker für Solarzellen
Die Melbourne Universität und Monash Universität entwickelten diesen 3D-Drucker für flexible Solarzellen der die Produktionskosten von Solarzellen mittels 3D-Drucktechnologie erheblich senken soll (Screenshot © youtube.com; User: csiro).

Die beiden australischen Universitäten – Melbourne und Monash – haben sich im Jahr 2007 mit einigen Firmen zum Victorian Organic Solar Cell Consortium zusammengeschlossen. Im letzten Jahren sorgte das Konsortium etwa mit sprühbaren Solarzellen für Aufmerksamkeit. Wermutstropfen: Die Effizienz dieser Solarzellen liegt derzeit bei gerade einmal 10 Prozent und damit deutlich hinter denen auf dem Markt verfügbaren leistungsfähigsten Solarzellen. Das Projekt befindet sich in der laufenden Forschung.

Die Forscher und Mitarbeiter des Victorian Organic Solar Cell Consortium müssen „nur“ noch die Effizienz der gedruckten 3D-Solarzellen erheblich steigern um konkurrenzfähig werden zu können. Augenscheinlich haben die Forscher dafür auch schon eine Lösung. Nach Angaben führender Wissenschatler des Projekt, steht sowohl der 3D-Drucker als auch die Technologie kurz vor der Markteinführung.

Auch das hochangesehene Massachusetts Institute of Technology – MIT – äußerte sich vor einiger Zeit zu den technologischen Fortschritten im 3D-Druck von Solarzellen. Nach Einschätzung der MIT-Wissenschaftlern könnte der 3D-Druck die Solarindustrie revolutionieren, weil die 3D-Solarzellen zukünftig einmal eine höhere Effizienz aufweisen können als bisher herkömmliche Solarzellen und die Produktionskosten mit 3D-Druck deutlich geringer wären.

Wie das MIT berichtet, könnten 3D-gedruckte Sonnenkollektoren rund 20 Prozent effizienter sein als Flachkollektoren. Die Produktionskosten könnten um 50 Prozent sinken, da beim 3D-Druck nur wenig oder kein Abfall entsteht, mit der Begründung, 3D-Drucker arbeiten in der Produktion deutlich genauer und erreichen annähernd einen optimalen Materialverbrauch.

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