
Die Tüftler der Technischen Universität Darmstadt (TU) beteiligen sich mit dem Motto „Building with Light“ an dem Wettbewerb. Die jungen Forscher haben Mikroben umprogrammiert, damit diese einen biobasierten Kunstharz herstellen können. Der biologische Kunstharz dient als Filament für einen Stereolithografie-Drucker.

Im Jahr 2014 hatte sich das Team der TU Darmstadt bereits mit dem traditionellen 3D-Druckverfahren befasst. In Boston lösten die offen zugänglichen Ergebnisse und Designvorlagen auf großes Interesse. Die Forscher gehen in diesem Jahr ein Schritt weiter und arbeiten mit der Stereolithografie. Bei der Stereolithografie trifft ein Laser auf eine Flüssigkeit, die Polymere beinhaltet und aushärtet sobald sie vom Laserlicht getroffen wird. Die Vernetzung auf molekularer Ebene erlaubt den Druck von Objekten mit einem hohen Detailgrad. Das Verfahren eignet sich durch das schonende Aushärten per Laser besser für medizinische Anwendungen als klassische Techniken wie FDM, bei der Kunststoff geschmolzen und das Objekt schichtweise aufgebaut wird.
Die Studenten haben das Ziel einen kostengünstigen umweltfreundlichen Biokunststoff herzustellen, der als Druckmaterial für 3D-Stereolithografie-Drucker dienen soll. Das Drucksystem und die Polymere müssen sie dafür selbst entwickeln. Unterstützt wird das Projekt der TU Darmstadt von namhaften Unternehmen wie Merck oder Kepos. Der iGEM-Gipfel dauert vom 24. bis 28. September 2015 und findet im Hynes Convention Center in Boston statt. Die Titelverteidiger der Uni Heidelberg aus dem letzten Jahr sind ebenfalls wieder mit dabei. Über Verlauf und Ergebnis der Veranstaltung werden wir wie gewohnt in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter berichten.






