Forscher haben in Italien Algen aus dem 3D-Drucker ins Meer gesetzt. Mit den originalgetreuen, künstlichen Algen aus Silikonharz soll die Wirkung von Algen auf andere Meerespflanzen unter Beachtung der Folgen des Klimawandels untersucht werden.

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Von der italienischen Agentur für innovative Techniken und regenerative Energien, Enea, wurde vor La Spezia in der Baia di Santa Teresa der Einsatz künstlicher Algen aus dem 3D-Drucker getestet. Die Algen wurden aus umweltfreundlichen Silikonharz gedruckt und könnten als Lebensumfeld für zahlreiche Meerestiere dienen. Im Rahmen des Tests soll ermittelt werden, welche Auswirkung die Meerespflanzen auf den Klimawandel haben.

Eingesetzt wurden 60 Kunstalgen, welche in den biologischen Eigenschaften und Farbgebung der Ellisolandia Elongata nachempfunden wurde. Nach Angaben der Projektleiterin Chiara Lombardi handelt es sich um eine Algenart, die starken Schwankungen von Wasserstand, PH-Wert und Salzkonzentration standhalten kann. Die Algen aus dem 3D-Drucker wurden in 0,5 Meter Wassertiefe angepflanzt, um die Bildung eines Bakterienbelags und Ansiedlung zahlreicher Meerestiere wie Mollusken und Seesterne beobachten zu können.

Ziel des Projekts

Künstliche Algen
In der Bildmitte (rosa) ist eine der künstlichen Algen aus dem 3D-Drucker zu sehen (Bild © Matteo Nannini; von newscientist.com).

Das Ziel des Projekts sei es Lombardi zufolge, die Klimawirkung der künstlichen Mikroriffe zu untersuchen und auf der anderen Seite die Analyse ihrer Funktion als neuer Lebensraum für Meeresbewohner, die durch menschliches Handeln bedroht sind. Das Forschungsprogramm dauert zwei Jahre. In der zweiten Phase sollen passende 3D-Drucktechniken entwickelt bzw. gefunden werden. Zentrale marine Messdaten wie der PH-Wert, Sauerstoffanteil, Salzgehalt und Wassertemperatur werden kontinuierlich überprüft.

Die wissenschaftliche Analyse wurde von der Royal Society International Exchange Grant Rs-Cnr  in Zusammenarbeit mit der Universität von Plymouth durchgeführt. In der Fachzeitschrift „New Scientists“ lassen sich alle Details des Projekts im Artikel „Will coraline algae reef mitigate climate change effects on associated fauna?“ nachlesen.

Im März 2015 zeigte in Dresden ein Wissenschaftlerteam Algenstrukturen, die per 3D-Drucker hergestellt wurden und welche für die Fertigung menschlicher Zellen bedeutsam werdenn könnten.

Video zur Platzierung der künstlichen Algen im Meer

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