Nano-3D-Druck:

MESO-BRAIN-Projekt erhält Zuschuss für 3D-Nanoprint des Gehirns

 13. Dezember 2016  Susann Heinze-Wallmeyer  

Forscher der in Birmingham ansässigen Aston University versuchen, die neuronalen Netze des Gehirns mit den 3D-Nanodruck-Techniken zu replizieren. Das MESO-BRAIN-Projekt soll pluriponte Stammzellen aus erwachsenen menschlichen Zellen gewinnen. Sollte das gelingen, hat das nicht nur auf einige medizinische Bereiche wesentliche Auswirkungen, sondern ist auch für bestimmte Arten von Lebewesen eine neue Chance.

Logo Aston University.Die Forscher der Aston University möchten funktionierende Teile des menschlichen Gehirns herstellen, die sowohl für Screening- als auch für Transplantationszwecke nutzbar sind. Die neuronalen Netze sollen mit einem 3D-Nanoprinter hergestellt werden. „Diese Forschung trägt das Potenzial, dass wir Hirnstrukturen in einer Schale wiederherstellen können“, so Dr. Eric Hill, Programmdirektor für MSc Stammzellen und Regenerative Medizin an der Aston University, berichtet die Aston University.

„Dies wird es uns ermöglichen, zu verstehen, wie sich die Hirn-Netzwerke während der menschlichen Entwicklung weiter verändern und zugleich Werkzeuge bieten, die uns helfen, zu verstehen, wie diese Netzwerke von Krankheiten wie beispielsweise Alzheimer betroffen sind.“

Nach Angaben der Forscher wird das neue Projekt MESO-BRAIN die Verwendung pluripotenter Stammzellen umfassen, die aus erwachsenen menschlichen Zellen entstehen, welche in Gehirnzellen umgewandelt wurden. Diese Gehirnzellen werden dann in präzisen Formen dreidimensional gedruckt, um so neuronale Netzwerke mit spezifischen biologischen Architekturen herzustellen. Die Aktivität der Netzwerke soll dann mit fortschrittlichen Imaging- und Detektionstechniken überwacht werden.

Menschliches Gehirn.
Teile des menschlichen Gehirns sollen mit Hilfe des 3D-Nanodrucks repliziert werden. (Bild: © Aston University)

Die am MESO-BRAIN Projekt beteiligten Forscher äußerten, dass dieses neuronale 3D-Druck-Projekt die medizinische und auch die neurowissenschaftliche Forschung revolutionieren könnte. Es wäre dann möglich, Drogentests und Behandlungsscreenings auf 3D-gedruckten lebenden menschlichen neuronalen Netzwerken durchzuführen, anstatt dafür menschliche oder tierische Subjekte zu nutzen.

Krankheiten erforschen ohne Tierversuche

So könnten beispielsweise die Forschungsarbeiten für die Bewältigung von Erkrankungen wie beispielsweise Demenz vorangetrieben werden. Die 3D-gedruckten neuronalen Netze könnten zukünftig sogar dafür verwendet werden, beschädigte Teile des menschlichen Gehirns zu reparieren. Davon würden unter anderem Patienten, die an der Parkinson-Erkrankung, Demenz oder Hirn-Traumata leiden, profitieren. Das neue Projekt könnte somit das Leben Hunderttausender verbessern.

Das MESO-BRAIN Projekt soll über drei Jahre laufen und wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des „Future- and Emerging-Technoloies„-Programms (FET) mit 3,3 Millionen Euro unterstützt. Neben der Aston University sind auch die Axol Bioscience Ltd., das Laser Zentrum Hannover, The Institute of Photonic Sciences, die Universität von Barcelona und Kite Innovations an dem Projekt beteiligt.

Über die weitere Entwicklung des sehr interessanten Projektes in den kommenden drei Jahren berichten wir wie gewohnt auf 3D-grenzenlos und in unserem kostenlosen Newsletter.

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