Forscher an der Carnegie Mellon University haben einen 3D-Biodrucker entwickelt. Das Besondere daran: Es ist eigentlich ein Desktop-FDM-3D-Drucker, bei dem ein paar Bauteile ausgetauscht wurden, unter anderem der Extruder. Gekostet hat der Umbau zum Bioprinter gerade mal rund 500 Dollar. Das Projekt wurde als Open-Source veröffentlicht, um anderen Forschern den Zugang zum Bioprinting zu erleichtern.

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Forscher an der Carnegie Mellon University haben einen neuen 3D-Biodrucker entwickelt. Ein normaler Desktop-FDM-3D-Drucker wurde dazu mit einigen wenigen Modifikationen zum 3D-Biodrucker umgebaut. Beim ursprünglichen Desktop-FDM-3D-Drucker hat das Forscherteam den regulären Extruder durch einen großvolumigen Spritzenpumpenextruder ersetzt. Danach gab es einen erfolgreichen Druck mit Alginsäure, einem gebräuchlichen Biomaterial. Das Forscher-Team hat das Design online veröffentlicht, damit auch andere Menschen ihre eigene Systeme aufbauen können.

Der Umbau kostete die Forscher nur 500 US-Dollar, während man für die meisten 3D-Biodruck-Systeme zwischen 10.000 und 20.000 US-Dollar bezahlt, schreibt die CMU auf ihrer Website. Neben dem erheblichen Ersparnis verzeichnet der neue 3D-Drucker einen weiteren Vorteil. Der Ansatz kann auf jeder FDM-Maschine modifiziert und für den Einsatz angepasst werden.

Der Open Source Bioprinter von Carnegie Mellon
Die Carnegie Mellon University macht einem einfachen Desktop-3D-Drucker einen Open-Source Bioprinter (Bild: © Carnegie Mellon).

Der nächste Schritt wäre, mehr biomedizinische Forschungsprojekte anzustreben, die wiederum auch anderen Forschern zugänglich sein werden. Die verbesserte Zugänglichkeit vom 3D-Biodruck und der Open-Source-Forschung erhöht das Innovationspotenzial und führt zur schnelleren Entwicklung potenziell lebensrettender und neuer Technologien, so die Forscher in ihrer Mitteilung.

Der Aufbau des kostengünstigen 3D-Biodruckers (Bild: © Carnegie Mellon).

Der Fused Filament Fabrication-Desktop-3D-Drucker Sigmax vom spanischen 3D-Drucker-Hersteller BCN3D Technologies erschien im Herbst 2017. Seit März 2018 findet man sämtliche Quellcodes für diesen ebenfalls online. Für mehr Informationen aus dem Bereich des 3D-Drucks steht Ihnen unser Newsletter zur Verfügung, damit Sie auch zukünftig auf dem Laufenden bleiben.

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