Das italienische, gemeinnützige Projekt Open Breath hat es sich zum Ziel gemacht, eine Lösung für Langzeitbeatmungen mit Hilfe des 3D-Drucks herzustellen. Während der Entwicklungsarbeit entstand ein Gerät, das technisch ausgereift ist, im Vergleich zu herkömmlichen Beatmungsgeräten, weniger kostet und sich einfach und ohne lange Einarbeitungszeiten bedienen lässt.Anzeige Inhaltsangabe Schwer an COVID-19-Erkrankte benötigen LangzeitbeatmungKostengünstig und einfach zu bedienenDas Beatmungsgerät von Open Breath im VideoEin Team von Ingenieuren aus Italien hat sich mit dem Open Breath zu einem gemeinnützigem Projekt zusammengetan, um mit Hilfe von 3D-Druck ein voll funktionsfähiges Beatmungsgerät zu entwickeln. Zortrax, ein 3D-Drucker-Hersteller aus Polen, unterstützt dieses Vorhaben und stellt dafür die 3D-Drucker bereit, wie das polnische Unternehmen dem 3D-grenzenlos Magazin erklärte.Schwer an COVID-19-Erkrankte benötigen Langzeitbeatmung Prototyp des Beatmungsgeräts von Open Breath. Das Gerät soll mit einem 3D-Drucker hergestellt werden können und Krankenhäusern vor allem bei der Behandlung der COVID-19-Lungenkrankheit helfen (Bild © Open Breath). Das Open Breath Projekt wurde mit 3D-Druckern des Herstellers Zortrax unterstützt (Bild © Open Breath).Beatmungsgeräte spielen in der Behandlung von schwer an COVID-19-Erkrankten eine wichtige Rolle und sind oft nicht in ausreichender Anzahl vorhanden. Sie kosten außerdem sehr viel, weshalb einige Unternehmen an möglichen Ersatzgeräten gearbeitet haben, wie zum Beispiel HAGE3D aus Österreich. Das Team von Open Breath möchte professionelle medizinische Geräte mit Sensoren und vielen fortschrittlichen Modi entwickeln. Diese sollen dabei helfen, Patienten rund einen Monat im Krankenhaus zu beatmen, was laut Simone Iannucci, einem der Gründer von Open Breath, dem Zeitraum entspricht, den ein schwerer Verlauf von COVID-19 bis zur Genesung dauern kann.Ursprünglich war es geplant, Geräte aus Blech herzustellen, was aber aufgrund der schwierigen Umstände in der Produktion dann doch keine geeignete Lösung war. Einer der am Projekt beteiligten Ingenieure schlug den 3D-Druck vor. Damit lassen sich alle Teile, die ursprünglich aus Stahl gefräst werden sollten, schneller fertigen. Zuerst wurde mit einem privaten Zortrax M200-Drucker gearbeitet. Zortrax stellte weitere Geräte wie den M300 Dualo bereit. Er verfügt über einen großen LPD Plus-Arbeitsbereich. Die Produktionsmöglichkeiten konnten erweitert werden.Kostengünstig und einfach zu bedienen Zortrax M200 3D Drucker Hohe Genauigkeit (bis 0,09mm / Schicht)Perforieren build Bett (200 x 200 x 180 mm)Kompatibel für die Verwendung von Dritt FilamentenDas Team stellt nun zwei Projekte her, eines mit Blechblättern, eines mit den 3D-Druckern von Zortrax. Die Doppelextrusionsfunktion ermöglichte den 3D-Druck mit zwei Filamenten. Mit dem einen wird das nötige Element hergestellt, mit dem anderen die wasserlöslichen Stützkonstruktionen. Es entstand ein kostengünstiges und einfach zu bedienendes Gerät, das über wichtige Funktionen für Langzeitbeatmungen verfügt und auch über den SIMV-Modus (synchronisierte intermittierende mandatorische Ventilation), der benötigt wird, wenn der Patient wieder an die eigenständige Beatmung gewöhnt werden soll. Wenn die Tests aller Funktionen erfolgreich sind, wird das Projekt kostenlos veröffentlicht.Das Beatmungsgerät von Open Breath im Video Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahrenVideo laden YouTube immer entsperrenLesen Sie weiter zum Thema:Polnisches 3D-Druckunternehmen Urbicum entwickelt mit „VentilAid“ einfach reproduzierbares Open-Source-Beatmungsgerät aus dem 3D-Drucker US-Forscher bauen FDM-Desktop-3D-Drucker zum Biodrucker in wenigen Schritten um – und veröffentlichen das Projekt als Open-Source Student entwickelt mit 3D-Rotoprinter Open-Source-3D-Drucker für komplexe, runde Objekte