Das polnische Unternehmen und 3D-Druck-Spezialist Urbicum möchte in Zeiten der Coronavirus-Pandemie seine 3D-Druck-Kompetenzen und technischen Möglichkeiten dafür einsetzen, Beatmungsgeräte für an COVID-19 erkrankte Menschen herzustellen. Mit dem Projekt „VentilAid“ ist ihnen jetzt ein Gerät gelungen, das in ersten Tests gut abschnitt und nur wenige industrielle Bauteile benötigt. Die meisten Teile lassen sich mit einem herkömmlichen 3D-Drucker herstellen.

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Ingenieure weltweit arbeiten derzeit an Ideen, um den durch die Coronavirus-Pandemie überall auftretenden Mangel an Beatmungsgeräten durch Lösungen aus dem 3D-Drucker zu überbrücken. Bei dem vom polnischen Unternehmen Urbicum entwickelten Projekt handelt es sich um ein mit dem 3D-Drucker herstellbares Beatmungsgerät. Eine weitere Lösung gibt es von Isinnova. Das italienische Unternehmen hat ein Verbindungsventil für Schnorchelmasken vorgestellt, das in Verbindung mit einer Sauerstoffflasche die invasive Beatmung ermöglicht.

Details zur VentilAid

Komplettansicht VentilAid
VentilAid soll günstig in der Herstellung sein und neben den 3D-gedruckten Teilen nur einfach erhältliche Bauteile ergänzend benötigen (Bild © Screenshot YouTube-Video „VentilAid open-source ventilator that can be made anywhere locally“).

Beim polnischen Projekt VentilAid werden lediglich ein paar einfach zugängliche Teile zusätzlich zu den 3D-gedruckten Bauteilen benötigt. Das Beatmungsgerät soll dabei helfen, medizinische Einrichtung zu unterstützen, denen es aufgrund der zahlreichen COVID-19-Patienten an Beatmungsmöglichkeiten mangelt. Bei dieser Erkrankung kann ein fehlendes Beatmungsgerät im schlimmsten Fall über Leben oder Tod entscheiden.

Urbicum stellt VentilAid als Open-Source-Alternative zur Verfügung und denkt auch, dass es in Entwicklungsländern, wo medizinische Ressourcen begrenzt sind, sehr gut helfen könnte. Der funktionierende Prototyp besteht aus einer Reihe von leicht erhältlichen Industrieteilen, wie einem pneumatischen Aktuator mit 10-20 cm Hub, einem pneumatischen Endschalter oder elektrischen Endschalter mit Rückschlagventil und einer 12V DC Stromversorgung und aus mehreren 3D-gedruckten Komponenten. Die 3D-gedruckten Bauteile können mit PLA-, ABS-, TPU- oder Flex-Materialien in rund 15 Stunden hergestellt werden.

Die Entwickler empfehlen das Gerät nur als letzte Option, da die klinischen Tests noch nicht abgeschlossen wurden. Erste Tests zeigen jedoch, dass es ein zuverlässiges Gerät ist, das mit Druckluftstrom sehr gut funktioniert. Ein Prototyp der zweiten Generation wird derzeit mit einer 12 V DC Autobatterie / 120 C AC – 230 V AC (Steckdose) und ohne Druckluft oder einem pneumatischen Aktuator entwickelt. Urbicum geht es darum, VentilAid möglichst günstig mit Bauteilen herstellen zu können, die überall erhältlich sind.

VentilAid nähere Ansicht
VentilAid wurde vom polnischen Unternehmen Urbicum entwickelt (Bild © (Bild © Screenshot YouTube-Video „VentilAid open-source ventilator that can be made anywhere locally“).

Videovorstellung von „VentilAid“

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