Herkömmliche und handelsübliche Desktop-3D-Drucker tun sich mit komplexen, runden Objekten oft schwer. Ein Student dachte über eine bessere Lösung nach und entwickelte den 3D-Rotoprinter. Der 3D-Drucker soll als Open-Source-Projekt veröffentlicht werden. Wir stellen ihn vor.

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Logo RotoprinterEs ist komplizierter als einige denken mögen, runde Objekte mit komplexen Strukturen zu drucken. Mithilfe von Stützstrukturen bei Überhängen sind derartige Drucke über Umwege möglich. Der Student Jonas Duteloff dachte, dass es da doch bessere Ideen geben müsse, als mehr Stützstrukturen zu verwenden als das Objekt selber an Material benötigt. Mit dem 3D-Rotoprinter, der erstmals auf heise.de vorgestellt wurde, fand er eine Lösung.

Technische Eigenschaften vom 3D-Rotoprinter

3D-Drucker Rotoprinter
Der Rotoprinter ist ein 3D-Drucker, der über eine Rotationsachse verfügt (Bild © Jonas Duteloff).

Der Rotoprinter ist ein 3D-Drucker, der über eine Rotationsachse verfügt und so runde Objekte vergleichsweise einfach – vor allem aber effizient – anfertigen kann. Die Druckgrundlage des Rotoprinters ist ein Zylinder, der selbst mit dem 3D-Drucker, hergestellt wird. Der Zylinder kann unterschiedlich hoch oder massiv sein, damit er eine optimale Druckgrundlage bietet. An den Seiten des Zylinders befinden sich Aussparungen, die beim Einspannen in den Drucker helfen. Was seitlich aufgenommen wird, ist nur durch Stützstrukturen mit ihm verbunden. So kann der Zylinder im Werkstück bleiben und später abgebrochen werden.

Der 3D-Drucker selbst hat einen rechteckigen Rahmen aus Aluminiumprofilen, einen Druckkopf auf einer beweglichen Achse und eine Spannvorrichtung für die Zylinderrohlinge. Die Elektronik, inkl. Netzteil und dem Motor der Z-Achse, ist in einem Gehäuse aus gelaserten HDF-Platten untergebracht. Gesteuert wird das Gerät mit einem Arduino Mega mit RAMPS 1.4 Shield.

3D-Druckobjekte mit und ohne Rotoprinter gedruckt
Mit dem Rotoprinter werden die Druckobjekte stabiler (Bild © Jonas Duteloff).

Die Bauteile sind einfach erhältlich oder selbst gedruckt, wodurch sich der Rotoprinter einfach nachbauen lässt. Die Kosten liegen bei 300 Euro. Duteloff entwarf den Rotoprinter bei einem Semesterprojekt an der Kunsthochschule Burg Giebichstein. Ebenfalls ein deutscher Student aus Coburg entwickelte 2019 einen 3D-Drucker, der mit fünf Materialien gleichzeitig arbeitet.

Software beim 3D-Drucker

Die Software für den Rotoprinter 3D-Drucker funktioniert noch wie bei einem linearen Drucker und wurde nur ein wenig angepasst. Das will Duteloff dem Artikel zu Folge noch überarbeiten. Die Druckdateien schneidet Duteloff mit der Software Cura und zieht den Zylinder in der Mitte ab. Ein Post-Processing-Skript erhöht den Filamentfluss bei steigender Höhe der Z-Achse. Duteloffs Ziel ist eine benutzerfreundlichere Lösung.

Wer Duteloff helfen möchte, den Slicer und die Firmware zu überarbeiten, kann sich bis 01.05.2020 bei ihm mit Kontaktdaten und einer Schilderung eines Lösungsansatzes und den eigenen Qualifikationen melden. Am Ende sollen alle Dateien zum Nachbau als Open-Source-Projekt veröffentlicht werden.

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