TouchTerrain:

Iowa State University bietet Open-Source-Software für die Erstellung von Geländemodellen aus dem 3D-Drucker

Mit dem Online-Tool „TouchTerrain“ wird die Erstellung von 3D-Druckmodellen von beliebigem Gelände ganz einfach. Aus Google Maps lassen sich beliebige Kartenausschnitte als 3D-druckbare Datei exportieren. Die Iowa State University steht hinter dem Open-Source-Projekt.

Ein Team von Geologen der Iowa State University hat eine Webanwendung entwickelt, mit der sich einfach und schnell Geländemodelle für den 3D-Druck herstellen lassen. Die Software TouchTerrain könnte im Geologiestudium Anwendung finden. Als Open Source Software entwickelt und für private Zwecke kostenlos, kann TouchTerrain über das GeoFabLab der Universität bezogen werden. Es existiert auch eine Online-Anwendung.

Mit der Software lassen sich beliebige Geländemodelle als 3D-Modell erstellen. Selbst den Meeresgrund kann nach der Bearbeitung mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden. Der Geologe Dr. Franek Hasiuk demonstrierte das Ergebnis des Programms in Form von vier gedruckten Kacheln, die je 26 Quadratzentimeter groß sind und legte sie zusammen. Die Kacheln ergaben zusammengelegt ein maßstabgetreues Modell des Sheep Mountain mit seinem zentralen Bergrücken, der das Bighorn-Becken überragt, berichtet die Iowa State University.

TouchTerrain Screenshot
Auszug aus der Software TouchTerrain (Bild © Screenshot: touchterrain.geol.iastate.edu/).

Das Lerntool wird es Studenten erlauben eine Antiklinale zu sehen und zu berühren, was eine eindrucksvolle Erfahrung darstellt, als wenn sie nur eine Karte oder eine 3D-Karte auf dem PC beanspruchen. Laut Chris Harding, Associate Professor of Geology, sei dies ein Schlüsselbaustein, der Studenten helfen könnte, die Oberflächenstruktur der Erde besser zu verstehen.

Das Entwicklungsteam bestehend aus Harding als GIS-Experte, Hasiuk mit Erfahrung im 3D-Druck geologischer Strukturen, Alex Renner, Doktorand im Mechanical Engineering, der sich mit Simulationen für den 3D-Druck auskennt und IT-Manager Levi Baber, der Fachwissen zur Servertechnologie hat, schaffte es gemeinsam TouchTerrain in langer Forschungsarbeit erfolgreich zu entwickeln.

Auf der Webseite von TouchTerrain ist der rote Rahmen der Karte vom Sheep Mountain in Wyoming zu sehen. In die Karte kann man hereinzoomen und den Rahmen verschieben. Nach Auswahl des zu druckenden Bereichs, lassen sich die Einstellungen für den 3D-Druck anpassen, die eine 3D-Druck-Datei exportieren. Einzelne Bereiche des Geländes lassen sich hervorheben, um feine Details anzeigen zu können.

Die Kosten für den Betrieb des 3D-Druckers belaufen sich auf rund 1 US-Dollar (0,90 Euro) pro Stunde und ein Modell mit 26 Quadratzentimeter Fläche etwa 2 US-Dollar (1,80 Euro). Die Wissenschaftler hoffen, mit TouchTerrain mehr Dozenten der Geowissenschaften in die Lage zu versetzen, Lehrmaterial aus dem 3D-Drucker herzustellen, die sie in ihren Kursen einsetzen können. Die Funktionen des Programms sollen im nächsten Schritt erweitert werden, die es Dozenten dann erlaubt, besondere Orte mit außerordentlichen geologischen Konzepten zu kombinieren.

Der Einsatz des 3D-Druckers in der Geologie ist wegweisend, weil sich mit detailreichen Geländemodellen geografische Besonderheiten besser darstellen lassen. Der rund 700 Meter Berg Hohentwiel von Baden-Württemberg wurde im Oktober 2015 mit allen Details 3D-Modell gedruckt.

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