Archäologie:

Modell von Hohentwiel aus dem 3D-Drucker

 22. Oktober 2015  Andreas Krämer  

Hohentwiel ist ein 686 Meter hoher Berg in Baden-Würtemberg in der Nähe vom Bodensee. Bekannt ist Hohentwiel vor allem aufgrund seiner Festungsruine auf der Spitze des Berges. Die Gegend um die Festungsruine Hohentwiel kann neuerdings als 3D-gedrucktes Modell im Museum bewundert werden.

Die Grundplatte des 3D-Modells umfasst eine Größe von 50 mal 50 Zentimetern. Die Geländestruktur der Festung wurde per Airbone Laserscanning (auch als Light detection and ranging genannt) bis ins Detail über unzählige Datenpunkte abgetastet. Basierend auf den Messpunkten erfolgte dann die Berechnung des 3D-Modells des Geländes und anschließend der Ausdruck mit einem 3D-Drucker.

Hohentwiel als 3D-Modell
Das Modell von Hohentwiel aus dem 3D-Drucker zeigt die Oberflächenstruktur der Gegend um die Festungsruine Hohentwiel (Foto © Elmar Veeser/ auf der Website des SÜDKURIER).

Die reine Oberflächenstruktur, frei von Bäumen, Plfanzen und moderner Bauten hilft den Archäologen dabei, neue Erkenntnisse über die Festung Hohentwiel zu erlangen. Von Interesse für die Archäologen ist vor allem das rund zehn Quadratkilometer große Gelände, welches sich zwischen der 600 Meter hohen Erhebung Staufen, dem Berg Plören und Singener Hausberg erhebt. Also nicht die Festung selbst. Dort befinden sich die Verteidigungsanlagen der Festung, die größtenteils während der dreißigjährigen Krieges entstanden. Das dreidimensionale Modell der Festung Hohentwiel kann im Museum Archäologisches Hegau-Museum in Singen besichtigt werden.


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