Steigerung der Konzentration möglich:

HUMM Brain Zapper aus dem 3D-Drucker bietet Gamern und Kraftfahrzeugfahrern eventuell einen Vorteil

 22. August 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Das australische Startup Unternehmen HUMM hat ein 3D-gedrucktes Headset entwickelt, welches die Hirnleistung der Träger erhöhen kann. Gedacht ist der Brain Zapper nicht nur für Gamer, sondern für eine breite Bevölkerungsschicht, so unter anderem für Fahrer von Kraftfahrzeugen.

HUMM LogoDas im australischen Perth ansässige Startup HUMM wurde erst im März 2017 gegründet und hat bereits jetzt ein 3D-gedrucktes Headset entwickelt, mit dem die Hirnleistung erhöht werden kann. Dazu nutzt das Gerät Elektroden, um so die Hirnströme zu messen und das Gehirn mit elektrischen Schocks zu stimulieren. So soll die Gedächtnisleistung kurfristig erhöht und die Fehlerquote verringert werden.

Gamer trägt HUMM Brain Zapper.
Gamer mit HUMM Brain Zapper. (Bild: © ABC News / Elicia Kennedy)

Nicht jeder Mensch verfügt über eine hohe Konzentration und Wachsamkeit. Einige würden sich deshalb vielleicht für ein Produkt entscheiden, dass die Konzentrationsfähigkeit erhöht. HUMM könnte dazu mit dem Brain Zapper die perfekte Lösung entwickelt haben. Das einzige Problem liegt darin, dass es buchstäblich schockierend ist. HUMM sagt, dass das Gerät möglicherweise kurzfristig die Gedächtnisleistung des Trägers verbessern und auch das Fehlerrisiko senken könnte.

Tim Fiori, Neurowissenschaftler des HUMM, geht davon aus, dass Gamer die perfekten Kunden für dieses Gerät seien. Sie tragen jetzt schon häufig Headsets. Zugleich nutzen Gamer ähnliche mentale Prozesse wie beispielsweise Piloten oder Langstreckenfahrer. Diese hatten früher eine ähnliche Technologie getestet, um auf längeren Reisen aufmerksam zu bleiben. Das Headset aus dem 3D-Drucker soll auch dazu angewendet werden, um Menschen das Lernen zu vereinfachen und ihre Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen.

HUMM Brain Zapper mit helmartiger Befestigung
Modell des HUMM Brain Zappers inklusive der Elektroden und einer helmartigen Befestigungsstruktur. (Bild: © ABC News / Elicia Kennedy)

Entworfen wurde der Prototyp des Headsets von Chris Norman, der bis vor Kurzem mit der NASA an einer Reihe von additiven Projekten arbeitete. Schafft es HUMM, das 3D-gedruckte Gerät zu perfektionieren, könnten nicht nur Spieler, sondern auch Autofahrer von diesem Produkt profitieren.

„Wenn sie ein Auto oder ein Motorrad fahren und dabei die Aufmerksamkeit verlieren und sie dadurch auf die falsche Seite schwenken, wäre dieses Gerät wäre in der Lage, im Voraus den geistigen Zustand zu bemerken,“ so der HUMM Mitbegründer Iain McIntyre.

Videospiel mit HUMM Brain Zapper
Der HUMM Brain Zapper wurde ersten Tests unterzogen und auch bereits für Videospiele genutzt. (Bild: © ABC News / Elicia Kennedy)

Natürlich ist sich HUMM bewusst, dass die Öffentlichkeit erst einmal vorsichtig reagieren wird. Es gibt aber auch andere Unternehmen, die an einer ähnlichen Technologie forschen. Besonders erwähnenswert ist auch, dass HUMM seinen Brain Zapper als eine Technologie ansieht, zu der jeder Zugang haben soll. Für viele mag es sicher schwer vorstellbar sein, sich selbst Elektroschocks auszusetzen, trotz alledem könnte das Headset eine Zukunft haben. Vor allem Gamer und Fahrzeugführer würden unter Umständen von dieser Technologie profitieren.

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