Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat einen bedeutenden Schritt in der Anwendung moderner 3D-Drucktechnologien im medizinischen Bereich gemacht. Im November wurde einer Patientin, die an einer Verengung des Gehörgangs litt, ein maßgeschneidertes Ohr-Implantat eingesetzt, welches mittels eines 3D-Druckers hergestellt wurde. Das berichtet Desktop Metal in einer Pressemitteilung. Dieses Implantat dient nicht nur als Stent, um den Gehörgang offen zu halten, sondern verfügt auch über einen integrierten Wirkstoffvorrat, der eine schnellere Heilung unterstützen soll.
Ein Durchbruch in der medizinischen Anwendung des 3D-Drucks

Das innovative Implantat wurde von der Abteilung Innenohrpharmakologie der MHH entwickelt. Unter der Leitung von PD Dr. Verena Scheper und mit Unterstützung des Klinik-Direktors Prof. Prof. h.c. Dr. Thomas Lenarz, konnte dieses Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Beide sehen in dieser Entwicklung einen Durchbruch in der zukunftsweisenden Patientenversorgung.
Für den Druck des Implantats wurde ein 3D-Bioplotter der Firma Desktop Metal verwendet. Diese Drucker sind bekannt für ihre Fähigkeit, mit hoher Präzision verschiedenste Materialien zu verarbeiten. Ric Fulop, der Gründer und Geschäftsführer von Desktop Metal, sieht in der Herstellung des Ohrimplantats einen Übergang in eine neue Phase des Bioprinting. Er betont die Bedeutung dieser Entwicklung für die medizinische Welt und lobt die Arbeit der MHH.
Zukunft der additiven Fertigung im medizinischen Bereich
Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt in der Verwendung von 3D-Drucktechnologien in der Medizin. Die Kombination aus individueller Anpassung und der Fähigkeit, Medikamente direkt über das Implantat zu verabreichen, eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung komplexer medizinischer Probleme. Die Erfolge der ersten Nachuntersuchungen stärken das Vertrauen in diese Technologie und lassen auf weitere innovative Anwendungen in der Zukunft hoffen.







