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Uralte Herstellungsform trifft Technologie: Forscher am MIT entwickeln neue Technik für 3D-Druck mit Glas

Ein Forscherteam am MIT stellt eine neue Technik vor, mit der schon bald Glas als Filament für herkömmliche 3D-Drucker genutzt werden könnte. So schafft man es uralte Herstellungstechniken mit modernster Technologie zu verbinden.

Glas 3D-Druckfilament

Ein großer Fortschritt: Glas als 3D-Druckfilament (Foto: © matter.media.mit.edu)

Was in Mesopotamien vor Jahrtausenden anfing und heute nur noch in wenigen Fällen ausgeführt wird, könnte heute zu einem wichtigen Bestandteil der 3D-Drucktechnologie werden. Die Rede ist hier von der Glasbläserei. Bis jetzt hat Glas als 3D-Druckfilament nur wenig bis gar keinen Zugang finden können, das liegt zum größten Teil daran, dass man für das Formen von Glas sehr hohe Temperaturen benötigt, die bis jetzt noch kein 3D-Drucker leisten konnte. Hinzu kommt, dass das frühzeitige Abkühlen des Materials dabei ebenfalls zu einem Problem wird. Da hilft nur Handarbeit. Doch ein Forscherteam am MIT hat jetzt eine Technik entwickeln können, mit der es zukünftig möglich werden soll auch mit Glas zu drucken.

Neri Oxman und Peter Houk sind Forscher am MIT und leiten das Projekt, das mithilfe einiger lukrativen Ideen von Hobby-Makern und unterschiedlichen Unternehmen, die bereits versucht haben mit Glas zu drucken, einen Beispiel nimmt. Fused-deposition modelling (dt. Schmelzschichtung) heißt dabei die Technik, mit der die Wisschenschaftler gearbeitet haben sollen. Dabei wird ein Werkstück schichtweise aus einem schmelzfähigen Kunststoff, hier Glas, hergestellt. Das Material wird dafür durch einen mobilen Extruder geleitet, der wiederum von einem Desktop-Computer gesteuert werden kann. Durch diesen kann eine Automatisierung des Schmelzverfahrens gewährleistet werden.

Das Problem, das sich dabei ergibt ist jedoch, dass sich das Material bei normaler Zimmertemperatur zu schnell und damit ungleichmäßig abkühlt. Das verformt das ganze Werkstück und ein Bearbeiten ist hinterher nicht mehr möglich. Um das zu umgehen haben Oxman und Houk einen Keramik-Extruder eingebaut, der das Material in die richtige Richtung einschleußen kann und es dabei noch auf 500 Grad erwärmen kann, sodass das Material anschließend per Hand in die gewünschte Form gebracht werden kann. Die Automatisierung des Erstarrungsprozess folgt noch, aber die Ergebnisse lassen sich jetzt schon durchaus sehen.

Mit dieser Technik könnte man es zukünftig schaffen auf einfache Weise beispielsweise Glasskulpturen herzustellen, die nicht nur mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt werden, sondern auch noch einzigartige Muster aufweisen könnten, die nicht einmal mit der Fertigkeit eines erfahrenen Glasbläsers möglich wären.

Hier das Video zum MIT-Projekt:

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