Das Multi-Scale Additive Manufacturing (MSAM) Lab der Universität Waterloo, das 2004 in einem kleinen, fensterlosen Raum begann, hat sich zur größten akademischen Forschungseinrichtung Kanadas für Metall-3D-Druck entwickelt. Mit über 25 Millionen US-Dollar an Infrastruktur ist das Labor heute eines der weltweit fortschrittlichsten universitätsbasierten Zentren für Metall-Additive Manufacturing (AM), wie die University of Waterloo in einem Artikel auf ihrer Website erklärt.
Das 15.000 Quadratmeter große Labor ermöglicht die umfassende Entwicklung und Validierung von Produkten – von Rohstoffen bis hin zu fertigen Gütern – durch die Nutzung modernster Technologien und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Diese Erweiterung bietet Industriepartnern und Studierenden Zugang zu hochmoderner Ausstattung und Expertise.
Forschung und nachhaltige Produktion im Fokus

Die Forschung des MSAM-Labors trägt dazu bei, die Zukunft des 3D-Drucks zu gestalten, indem Innovationen in Zusammenarbeit mit Industrie, Institutionen und Gemeinden gefördert werden. Dr. Ehsan Toyserkani, Gründer des Labors und Professor für Ingenieurwissenschaften, erklärt
„Unser Ziel ist es, innovative Materialien und Qualitätssicherungsalgorithmen zu entwickeln, die die Nachhaltigkeit und Resilienz der Produktion verbessern.“
Ein besonderer Fokus liegt auf der Minimierung von Abfall und Energieverbrauch durch präzise Materialablagerungen. Dies macht das Labor zu einem Vorreiter in der umweltbewussten Fertigungstechnologie.
Wegweisende Innovationen und Partnerschaften
Das MSAM-Labor begann seine Erfolgsgeschichte 2005 mit der Entwicklung einer patentierten 3D-Drucktechnologie zur Herstellung anatomisch geformter Implantate aus einem biologisch abbaubaren Material. Diese Kooperation mit dem Mount Sinai Hospital und anderen Forschungseinrichtungen zeigt die Bedeutung von interdisziplinärer Zusammenarbeit.
Durch die Unterstützung von Förderprogrammen wie der Federal Economic Development Agency for Southern Ontario konnte das Labor eine bedeutende Erweiterung umsetzen. Es ist heute nicht nur ein Zentrum für Forschung und Entwicklung, sondern auch ein Knotenpunkt für den Technologietransfer und die Ausbildung der nächsten Generation von Fachkräften im Bereich der additiven Fertigung.
Blick in die Zukunft
Die Arbeiten des MSAM-Labors haben bedeutende Investitionen und Partnerschaften aus Branchen wie Luft– und Raumfahrt, Automobil, Energie, Ressourcen und Medizintechnik angezogen. Zudem profitieren Studierende und Unternehmen von speziellen Trainingsprogrammen, die die Einführung und Skalierung von AM-Technologien erleichtern.
Dr. Mihaela Vlasea, Co-Direktorin des Labors, betont:
„Unser Labor ist nicht nur ein Zentrum für Innovation, sondern auch ein Sprungbrett für die Karriere unserer Absolventen, die entweder Start-ups gründen oder Spitzenpositionen in der Industrie und Wissenschaft einnehmen.“
Die Zukunft des MSAM-Labors liegt in der Erweiterung seiner Forschungs- und Bildungsprogramme sowie der Unterstützung von Unternehmen bei der Einführung von 3D-Druck-Technologien.






