
Innovation in der Medikamentenherstellung

Das von der Universität entwickelte Verfahren nutzt den Multi-Material-Tintenstrahldruck, um Tabletten mit personalisierten Freisetzungsprofilen zu erzeugen. Dabei wird eine spezielle Tinte verwendet, die auf UV-Licht reagiert. Nach dem Druckvorgang bildet diese Tinte eine wasserlösliche Struktur, die es ermöglicht, die Freisetzung der Medikamente genau zu steuern.
Laut Dr. Yinfeng He, Assistenzprofessor am Zentrum für Additive Fertigung der Universität Nottingham, markiert diese Entwicklung einen wichtigen Schritt vorwärts in der Personalisierung von Medikamenten. Das Verfahren erlaubt nicht nur eine gezielte Medikamentenabgabe, sondern auch die Kombination mehrerer Wirkstoffe in einer einzigen Tablette, was die Einnahme mehrerer verschiedener Pillen überflüssig machen könnte.
Vorteile der personalisierten Medizin
Diese Technologie könnte besonders für Patienten von Vorteil sein, die komplexe Medikationspläne haben, da sie die Notwendigkeit reduziert, mehrere Pillen zu unterschiedlichen Zeiten einzunehmen. Professor Felicity Rose, ebenfalls von der Universität Nottingham, betont die Bedeutung dieser Entwicklung für die Zukunft der Medikamentenverschreibung: Viele Menschen nehmen ihre Medikamente nicht korrekt ein, was zu schlechteren Gesundheitsergebnissen führen kann. Eine Tablette, die alle benötigten Medikamente enthält, könnte dieses Problem erheblich mildern.
Das Potenzial für die Skalierbarkeit des Verfahrens wurde durch die erfolgreiche Produktion von 56 Pillen in einem einzigen Druckdurchgang demonstriert, was die Anwendung dieser Technologie in größeren Maßstäben möglich erscheinen lässt.






