Automobilindustrie:

Ingenieure der University of Nottingham entwickeln mit „FLAC“-Projekt 3D-gedruckte Autoteile

 23. Januar 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Ingenieure der University of Nottingham setzen im Rahmen des Projekts „FLAC“ die 3D-Druck-Technologie zur Herstellung leichterer Fahrzeugkomponenten ein. Vor allem die britische Automobilindustrie soll davon profitieren.

University of Nottingham LogoGleichzeitig sollen so auch die Kraftstoffeffizienz gesteigert und Lärm- sowie CO²-Emissionen reduziert werden. Für die Fertigung nutzen sie 3D-Drucker, so eine Pressemitteilung der University of Nottingham.

Die Abkürzung FLAC steht für „Functional Lattices for Automotive Components“ ins Deutsche übertragen für „Funktionale Gitter für Automobilteile“. Mit diesem Projekt sollen britische Automobilhersteller Unterstützung erfahren. Die hier gefertigten Teile sind effizient und erfordern nur einen geringen Materialeinsatz. Die mit 3D-Druckern gefertigten Teile können 40 bis 80 Prozent leichter ausfallen als die vormals verwendeten Stücke, so Chris Tuck, Professor für Werkstofftechnik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. Gleichzeitig könnte das Digital-Design-Verfahren zu einer besseren thermomechanischen Leistung führen.

Gedruckte Gitterstrukturen.
Von den Forschern der University of Nottingham gedruckte Gitterstrukturen. (Bild: © nottingham.ac.uk)

Die Vorteile der additiven Fertigung sind hier sehr zahlreich. Neben den bereits erwähnten Vorteilen für die Umwelt gehören auch die Recyclingfähigkeit des Aluminiumpulverabfalls, der niedrigere Transportweg und der Wegfall gefährlicher Schneidflüssigkeiten sowie der nicht mehr notwendige Einsatz von Spezialwerkzeugen dazu.

Staatlicher Fond unterstützt das Projekt

Das FLAC-Projekt wird durch Innovate UK, einem staatlichen Innovationsfond, mit 368.286 US-Dollar gefördert. Durch die staatliche Unterstützung sollen die technologischen Lösungen den in Großbritannien ansässigen Automobilherstellern helfen, ihre Position auf dem globalen Markt zu verbessern.

„FLAC wird britischen Automobilherstellern zugute kommen und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern, indem es ihnen erlaubt, innovative Wege für die Konstruktion und Fertigung von Leichtbauteilen mit kürzeren Vorlaufzeiten und geringeren Kosten zu beschreiten“, so Tuck weiter.

Mit den 3D-Druckern, die Selektives Laser Melting als Druckverfahren einsetzen, sollen beispielsweise leichte effiziente Komponenten – zu denen beispielsweise Bremssättel, Kühlkörper für LED-Scheinwerfer und Antriebsstränge gehören – gefertigt werden, die auch auf Luxus- und Motorsportmärkte ausgerichtet sind. Die Gewichtsreduzierung wird durch komplexe Gittergeometrien innerhalb der Komponenten erzeugt. Zugleich sorgen die neuen Teile für einen Rückgang der CO²-Emissionen um 16,97 g/km.

Etwa 6,3 Prozent aller britischen Exporte entfallen auf den Automobilsektor. Die FLAC-Portfolios werden nach Meinung Tucks dazu beitragen, die Automobiltechnologien und auch die britische Zulieferindustrie zu stärken, was wiederum zu einer Erhöhung der Einnahmen führen soll.

Gedruckte Gitterstruktur.
Eine weitere gedruckte Gitterstruktur. (Bild: © 3ders.org).

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