Rekonstruktion:

Einsatz von 3D-Druck bald auch im Bestattungswesen

In China setzt ein Bestattungsinstitut auf 3D-Druck um stark verstümmelte Leichen für die Beerdigung vorzubereiten. Vor allem immer dann, wenn das klassische Make-up nicht mehr ausreicht, bietet das Bestattungsunternehmen den Hinterblieben die Möglichkeiten der 3D-Drucker an, um fehlende oder stark verstümmelte Körperteile mit nachgebauten Körperteilen zu ersetzen.

Ein chinesisches Bestattungsunternehmen aus Shanghai setzt den 3D-Druck ein, um die Leichen von Menschen, die bei Unfällen, Feuern oder Naturkatastrophen unkenntlich wurden, wiederherzustellen. Die Gliedmaßen und Körperteile werden dabei mit dem 3D-Drucker gefertigt. Es sei für Angehörige auf Gedenkfeiern schwierig, unvollständige Gesichter oder Körper ihrer Verstorbenen zu sehen und Make-up sei nicht immer in der Lage, die verstümmelten Körper ausreichend zu kaschieren, erklärte Liu Fengming vom Bestattungs- und Beerdigungszentrum Shanghai.

Foto Nase aus 3D-Drucker
Künstliche Nase aus dem 3D-Drucker von einem britischen Unternehmen (Symbolbild © Frapp Design Ltd.).

Nach Firmenangaben kann in 95 Prozent aller Fälle das Erscheinungsbild der Verstorbenen mit dem 3D-Drucker wiederhergestellt werden. Die Technologie wurde erstmals im August 2015 eingesetzt, als die Gesichter mehrerer verbrannter Feuerwehrleute bei einer Explosion im Hafen im Tianjin rekonstruiert worden waren.

Das 3D-Druck-Verfahren sei Fengming zufolge auch dazu geeignet, Verstorbenen vor ihrer Beerdigung ein jüngeres oder besseres Erscheinungsbild zu geben, berichtet china.org.cn. Zu einem Preis von 10.000 Yuan (ca. 1360 Euro) können bereits kleinere, optische Korrekturen an den Leichen mit 3D-Druck vorgenommen werden.


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