Viele Automobilhersteller setzen seit einiger Zeit auf den 3D-Druck, um stärkere und leichtere Komponenten für ihre Autos anzufertigen. In einer Pressemitteilung berichtet Chevrolet, eine Automarke von General Motors, über seine Erfahrung mit 3D-gedruckten Teilen bei der Corvette C8.R, dem Indy V6, seinem Silverado Geländewagen und den neuesten NASCAR Camaros. Zusammen haben die Autos in einem Test jetzt 128.800 Kilometer zurückgelegt. Der 3D-Druck ist für Chevrolet kein Neuland. Im Juli 2020 wurde der Prototyp der 2020 Chevrolet Stingray Corvette vorgestellt, die zu 75 % mit Teilen aus dem 3D-Drucker hergestellt wurde.

75 3D-gedruckte Teile in der Corvette C8.R

Corvette C8.R mit 3D-gedruckten Teilen
Die Corvette C8.R wurde mit 75 3D-gedruckten Teilen ausgestattet (Bild © Chevrolet).

Im Januar wurden zwei Corvette C8.Rs auf dem 24-Stunden-Rennen in Daytona vorgestellt, die über 75 Teile aus dem 3D-Drucker verfügen. In sieben Rennen fuhren die C8.Rs bald 13.000 Kilometer. Sie hatten dabei 3D-gedruckte Teile wie Öltanks, Tankeinlässe und -kappen, klimatisierte Kühlboxen und integrierte Trinksysteme für den Fahrer, Halterungen für die Servopumpe und Baugruppen für Scheinwerfer. 50 Teile wurden direkt bei General Motors entworfen und hergestellt. Bei den Rennen gelang es Corvette Racing, fünfmal den ersten Platz zu erreichen.

97.000 Kilometer mit dem Indy V6

3D-gedrucktes Bauteil des Stoßdämpfers
Bauteile aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (Bild © Chevrolet).

97.000 Kilometer legte der Indy V6 von Chevrolet mit einer Abgasanlage aus dem 3D-Drucker bei der Texas Motor Speedway in Fort Worth seit Juni 2020 zurück. Beim Silverado-Offroad-Geländewagen werden einfache Teile wie ein Bauteil für den hinteren Stoßdämpfer mit kohlefaserverstärktem Kunststoff in 3D gedruckt. Sechs Rennen und 1.450 Kilometer später waren die 3D-gedruckten Teile immer noch einwandfrei.

Für die NASCAR Cup-Serie 2020 setzte Chevrolet Motorsport auf den Camaro ZL1 1LE, dessen Aerodynamik im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich verbessert wurde. Über 500 3D-gedruckten Prototypenteilen verwendeten General Motors zum Testen.

Audley Brown, GM-Direktor für Werkstofftechnik, additive Konstruktion und Fertigung, sagt:

„Durch die Verwendung von 3D-gedruckten Teilen demonstriert Chevrolet Motorsports die vielen Vorteile der additiven Fertigung, einschließlich Fertigungseffizienz, Massenreduzierung, Teilekonsolidierung, Kreativität und Kosteneinsparungen. 3D-gedruckte Teile können gegossenen oder gefrästen Bauteilen die gleiche Festigkeit und Haltbarkeit bieten, was für die Produktentwicklung und das Design von entscheidender Bedeutung ist.“

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