Winston Churchill hat einmal geschrieben: „Wir sollten der Absurdität entkommen ein ganzes Huhn zu züchten, wenn wir lediglich die Beine und Flügel essen, vielmehr müssen wir ein Medium entwickeln, mit dem wir diese Körperteile separat herstellen können.“ Weise Worte in den Ohren von 3D-Technikern und Hobby-Makern, die sich jeden Tag der Entwicklung neuer Geräte widmen, die irgendwann in der Lage sein werden genau dies zu tun. Zu Zeiten Churchills war das undenkbar, doch heute ist dieser Wunsch gar nicht mal so abwegig.

Cultivator
Der Cultivator ist schon jetzt eine intelligente Maschine mit einer vielversprechenden Zukunft (Foto: © Sarah Mautsch / Aaron Abentheuer)

Das beweist der Prototyp einer innovativen Gerätschaft, die von zwei deutschen Studenten an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd entwickelt wurde. Sarah Mautsch und Aaron Abentheuer sind nicht nur die Erfinder des Cultivators, sondern auch Vertreter einer ganz eigenen Vision: sich irgendwann sein Essen selbst ausdrucken zu können. Während man sich anderswo fragt, ob es denn irgendwann tatsächlich 3D-Drucker geben könnte, die einem das Essen zusammenstellen und ausdrucken, sind die Studenten hier schon etwas weiter und präsentieren ihr open source-Projekt der etwas anderen Art.

Zugegeben Fleisch ausdrucken kann der Cultivator noch nicht, doch ist er mit einem System ausgestattet, der das Leben in der Küche bedeutend einfacher machen kann. Wie eine Mikrowelle fällt der Cultivator nicht weiter auf; elegant, schlicht und kompakt musste das Gerät sein. Mit einem eingebauten iPad auf der Oberkante kann jeder User sein eigenes Profil einrichten, Gerichte zusammenstellen und (hoffentlich irgendwann in der Zukunft) auch das benötigte Fleischstück selbst herstellen.

3D-Fleischdrucker
Unauffällig wie jedes andere Gerät passt sich der Cultivator jeder Küche an (Foto: © Sarah Mautsch / Aaron Abentheuer)

Wenn man alle seine Daten eingibt, dann ist der Cultivator beispielsweise auch in der Lage zu sehen, ob man  in den letzten Tagen an Mineralmangel gelitten hat. Er sagt einem dann, was man dagegen tun kann um diesen Haushalt wieder auf Vordermann zu bringen. Das Hardwaresystem besteht aus thermo-geformtes Polystyrol, während die Software gefüllt ist mit Rezepten aus unterschiedlichen Quellen. Diese beschreiben das jeweilige Fleisch anhand von drei Parametern, Farbe, Saftigkeit und Struktur (durch/medium etc.), so Mautsch auf ihrem Blog.

Der Cultivator soll irgendwann auch nur noch mit Solarenergie laufen können und das mit dem Licht, das einem die Küche anbieten kann. Auch wenn das Gerät noch nicht in der Lage ist dem Wunsch von Churchill gänzlich entgegenzukommen, so zeigen sich Projekte wie diese, dass 3D-Drucktechnologie irgendwann zu unserem Alltag gehören wird.

Was sagt ihr zum Cultivator? Hinterlasst Eure Kommentare oder diskutiert mit uns darüber auf unserer Facebook-Seite.

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