
Kürzere Wartezeiten, schnellere Inbetriebnahme
Mit dem 3D-Druck von Unternehmen wie TRUMPF lassen sich Ersatzteile aus Metall in sehr kurzer Zeit produzieren. Die Lieferzeit verkürzt sich ebenfalls. Die Versorgung mit Ersatzteilen wird sichergestellt und Fahrzeuge sind wieder schneller im Einsatz, erklärt Stefanie Brickwede, Projektleiterin für den 3D-Druck bei der Deutschen Bahn. Gerade wenn Teile gar nicht mehr erhältlich sind, sind die 3D-Drucker eine große Hilfe. Bis 2021 möchte die Deutsche Bahn daher tausende verschiedene Ersatzteile über den 3D-Druck abrufbar machen.

2015 begann der 3D-Druck bei der Deutschen Bahn mit der Fertigung von hellgrauen Mantelhaken aus Plastik. Heute sind es mit dem Metall-3D-Druck hergestellte, mehr als 27 Kilogramm schwere Bauteile, die für den Betrieb relevant sind.
Die sogenannte „Kastenkulisse“ wird unter dem Wagenkasten montiert und sichert den Lauf des Wagens in engen Kurven oder beim Passieren von Weichen. Die Innenausstattung im Komfortbereich wird auch mit 3D-Druck hergestellt, ebenso wie eine Abdeckung für die Gepäckablage im ICE, die mit 3D-Druckern von TRUMPF entstanden sind. 2017 wurde bekannt, dass die Deutsche Bahn ihre Zulieferer darum bittet, den 3D-Druck in die Fertigung zu integrieren.
Mehr als 10.000 Ersatzteile gedruckt
Mehr als 10.000 Ersatzteile sind es seit 2015, die die Deutsche Bahn mit dem 3D-Drucker hergestellt hat. Die 130 verschiedenen Teile sind zum Beispiel Lüfterräder, Kopfstützen für Regionalzüge, unterschiedliche Gehäuse wie ein Klemmenkasten, der sensible Kabel für den Zugantrieb schützt, oder auch Ersatzteile für Kaffeemaschinen.
Auch in die Berufsausbildung soll der 3D-Druck bei der Deutschen Bahn einfließen. Im September 2019 starteten viele ihre Ausbildung und werden künftig auch Teile im 3D-Druckverfahren herstellen.






