Luftfahrt:

Estnisches Unternehmen stellt Innenteile von Flugzeugen mit 3D-Drucker her

Das estnisches Unternehmen Magnetic MRO hat bekanntgegeben Innenteile für Flugzeuge mit einem 3D-Drucker fertigen zu wollen. Magnetic MRO hat sich ursprünglich auf die Wartung, Reparatur und Inbetriebnahme von Flugzeugen spezialisiert. Im Jahr 2016 übernahm es das britische Unternehmen MAC Interiors und möchte nun in die Forschung von 3D-Materialien und -Objekten investieren, die dann im Flugzeuginneren zum Einsatz kommen können.

Magnetic MRO Logo. Magnetic MRO aus Estland wurde im Jahr 2002 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die neuesten Technologien zu integrieren, um so den Kunden einen überragenden Service zu bieten. In Anbetracht dessen war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Möglichkeiten der 3D-Drucker in den Fokus des Unternehmens geriet. Das britische Unternehmen MAC Interiors wurde im Jahr 1962 als Aviation Furnishings International gegründet und hat sich seitdem auf die Gestaltung und Ausstattung von Flugzeuginnenräumen spezialisiert. Das Unternehmen verfügt über umfangreiches Know-how in der Nachrüstung bzw. Instandsetzung von Flugzeugtoiletten, Sitzgelegenheiten, Galeeren, Trennwänden, VIP-Interieur und vielem mehr.

Wartungshalle.
Die Flugzeugwartungshalle von Magnetic MRO. (Bild: © 3ders.org)

Beiden Unternehmen zufolge werden sie mit dem 3D-Druck kostengünstigere Innenraumlösungen erschaffen können, ohne dass dabei ihr hohes Qualitätsniveau leidet. Die Potenziale des 3D-Drucks werden dabei vollständig ausgeschöpft. Andirus Norkevicius, der Geschäftsführer von MAC Interiors, zeigte sich von der Integration des 3D-Drucks in den Designprozess begeistert: „Als MAC Interiors haben wir bewiesen, dass wir in der Lage sind, 3D-bedruckte Teile nicht nur schnell, sondern auch exakt dimensioniert und leicht zu entwerfen und zu finalisieren. Noch wichtiger ist, dass wir bei unseren ersten Tests die Erwartungen unserer Kunden übertroffen und eine signifikante Wettbewerbserfahrung gesammelt haben.“, berichtet „The Baltic Course“ und beruft sich dabei auf eine Pressemitteilung von Magnetic MRO.

Bislang kam der 3D-Druck in der Luft- und Raumfahrtindustrie hauptsächlich bei der Erstellung von Prototypen zum Einsatz. Jetzt scheint es aber auch gelungen, dieses Verfahren für die Ausstattung der Flugzeuge selbst zu nutzen. Ein weiteres Beispiel ist das Unternehmen „Custom Control Concepts“ (CCC), über das wir Ende 2014 berichteten. CCC fertigte 3D-Komponenten für Luxusjets. Welche Neuerungen es zukünftig auf diesem Gebiet gibt, kann in unserem täglichen 3D-Drucker-Newsletter nachgelesen werden.

Ersatzteile aus dem 3D-Drucker.
Mit dem 3D-Drucker hergestellte Ersatzteile für den Flugzeuginnenraum. (Bild: © tctmagazine.com)

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