Katjes aus dem 3D-Drucker. Nur ein Marketing-Gag? Sicher nicht. Konkurrenten wie Haribo experimentieren schon länger mit der Herstellung von Fruchtgummi aus dem 3D-Drucker. Was Katjes vor hat und welche Rolle Berlin dabei spielt, lest Ihr hier.

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Der Süßwarenhersteller Katjes hat sich als drittgrößtes Unternehmen zur Herstellung von Süßigkeiten hinter Haribo und Storck auf dem deutschen Markt etabliert. Klaus Fassin, der Sohn des Firmengründers, führt seit elf Jahren die Geschicke des Herstellers und möchte unter dem Markennamen Magic Candy Factory by Katjes nun einen neuen Geschäftsbereich aufbauen und innovativen Wind ins Unternehmen blasen.

Wie das Handelsblatt berichtet, handelt es sich bei der Magic Candy Factory um einen 3D-Drucker, mit dem individuelles Fruchtgummi nach Kundenwünschen gedruckt werden kann. Die Fruchtgummi-Süßigkeitenfabriken sollen in großen Kaufhäusern, Freizeitparks und an bekannten Sehenswürdigkeiten aufgestellt werden. Mit Katjes reiht sich damit ein weiteres Unternehmen ein in die Liste derer, die Mass Customization mit 3D-Druck als Geschäftsfeld entdecken.

Wie funktioniert Magic Candy Factory?

An einem Bildschirm sollen Familien eigene Formen, Geschmacksrichtungen und Farben bestimmen. Im Anschluss können Sie dem Lebensmittel-3D-Drucker bei der Fertigung der Fruchtgummi-Figuren zuschauen. Die Glaskästen mit dem integrierten 3D-Drucker stellt Katjes ebenso zur Verfügung, wie eine regelmäßige Lieferung der Patronen. Die Patronen beinhalten den speziellen schnelltrocknenden Weingummi-Grundstoff.

Katjes aus dem 3D-Drucker
Fruchtgummi bald als 3D-Selfie? Katjes plant die Fertigung von individuellem Fruchtgummi mit dem 3D-Drucker (Bild © Katjes).

Die britische Unternehmerin Melissa Snover konnte für die Etablierung des neuen Geschäftsfeldes gewonnen werden. Sie hatte ein Unternehmen gegründet und verkauft, welches allergiefreies Weingummi herstellt. Seit Jahresanfang arbeitet Sie an ihrem 3D-Drucker, woraus nun zunehemend ein Produkt für Familien wird.

Zum Anfang befindet sich nur ein 3D-Drucker im Berliner Laden von Katjes aber weitere Standorte seien vorstellbar. So sieht Snover allein Berlin mehr als 20 interessante Standorte für ihren 3D-Fruchtgummidrucker. Das Projekt gehört zur Muttergesellschaft Katjes Fassin GmbH, die ihren Fokus auf das deutsche Geschäft hat. Der Druck des Fruchtgummis dauert bei Katjes derzeit bis zu zehn Minuten, was zwar die Aufstellung der Geräte an den o.g. Standorten möglich macht, Planungen künftig Bestellungen auch über das Internet zu ermöglichen aber aktuell nicht nicht erlaubt.

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