Ende November wandte sich die US-Küstenwache an das Additive Manufacturing (AM)-Team des Naval Air Systems Command (NAVAIR), um ein dringend benötigtes Bauteil für ihre MH-60T-Helikopter zu beschaffen. Dank der engen Zusammenarbeit und eines effizienten Prozesses konnte der Einsatz der Flotte ohne Unterbrechung fortgeführt werden, wie NAVAIR jetzt in einem Bericht auf seiner Website erzählt.

Fehlendes Bauteil verzögert Flottenupdate

Symbolbild für den Einsatz von 3D-Druck durch NAVAIR, um die US-Küstenwache bei der Wartung ihrer MH-60T-Flotte zu unterstützen.
Symbolbild für die Zusammenarbeit zwischen NAVAIR und der US-Küstenwache, bei der 3D-gedruckte Bauteile die Einsatzbereitschaft der MH-60T-Flotte sicherstellten (Symbolbild).

Während eines geplanten Upgrades des automatischen Asset-Tracking-Systems (AATS) der MH-60T-Helikopter stellte die Küstenwache fest, dass ein wichtiger Abstandshalter (Spacer Mount) nicht über den Handel erhältlich war. Die einzige Möglichkeit, das Bauteil herzustellen, war der 3D-Druck. Lt. Cmdr. Andrew Armstrong, Leiter der Additiven Fertigung der Surface Forces Logistics Center Industrial Operations Division, erklärte: „Alle Komponenten des Kits müssen vorhanden sein, bevor das Upgrade an die Flotte ausgeliefert wird.“

Herausforderungen bei Material und Produktion

Das AM-Team der Küstenwache fertigte zunächst ein Prototyp des Bauteils an. Die Serienproduktion scheiterte jedoch an einem Materialmangel: Der benötigte Werkstoff, schwarzes Ultem, war nicht vorrätig. Armstrong wandte sich daraufhin an Ted Gronda, NAVAIR AM Program Manager, der schnell Unterstützung zusicherte. Nach der Übertragung der technischen Daten über die Joint Technical Data Integration (JTDI)-Website prüfte das NAVAIR-Team die Fertigungsmöglichkeiten.

Logistische Hürden und schnelle Lösungen

Die Produktion sollte im Fleet Readiness Center Mid-Atlantic in Virginia Beach stattfinden, da dort die passenden 3D-Drucksysteme verfügbar waren. Doch auch dort fehlte das benötigte Material. Letztlich fand das Team die benötigten Ressourcen bei der Polymers Research Branch in Patuxent River, Maryland. Ein Teammitglied fuhr die Materialien noch am selben Abend die knapp vierstündige Strecke nach Virginia Beach, um die Produktion rechtzeitig starten zu können.

Stimmen der Verantwortlichen

Innerhalb von 24 Stunden nach Materiallieferung wurden 15 Spacer Mounts gefertigt und an die Küstenwache übergeben. Diese konnten rechtzeitig in die Kits integriert werden, wodurch das Upgrade für die gesamte MH-60T-Flotte schneller abgeschlossen werden konnte.

Lt. Cmdr. Armstrong hob hervor:

„Jeder MH-60T-Helikopter wird nun mit dem additiv gefertigten Abstandshalter ausgestattet sein.“

Dr. Kate Thorn, Leiterin der Polymerforschung bei NAVAIR, betonte:

„Diese erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Organisationen dient als Blaupause für zukünftige Projekte.“

Die Dokumentation des Prozesses soll helfen, ähnliche Anfragen künftig schneller zu bearbeiten. Lt. Cmdr. Armstrong zeigte sich dankbar für die Unterstützung der Navy:

„Durch die Zusammenarbeit konnten wir die Einsatzbereitschaft eines kritischen Systems verbessern und Zeit sparen.“

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