Das Pentagon erkennt zunehmend die Bedeutung des 3D-Drucks für verschiedene militärische Anwendungen. Keith DeVries, stellvertretender Direktor des Manufacturing Technology Program im Büro des Verteidigungssekretärs, erörterte zuletzt in einem Webcast die Fortschritte und Möglichkeiten, die diese Technologie mit sich bringt.
Additive Fertigung: Von fragilen Polymern zu High-Tech-Metallen

In den Anfängen der additiven Fertigung wurden Objekte hauptsächlich aus fragilen Polymeren hergestellt. Heute werden, so DeVries, mit Lasertechniken Objekte aus sogenannten High-Entropy-Metallen gefertigt, die besonders stark sind und hohen Temperaturen standhalten, fasst die Website von C4ISRNET die Aussagen DeVries in einem Artikel zusammen. Dies ermöglicht auch die Fertigung komplexerer Formen. DeVries betont:
„Die Fortschritte waren fundamental. Jetzt versuchen wir herauszufinden, welche Anwendungsfelder am besten geeignet wären, diese Technologie noch intensiver anzuwenden.“
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Hyperschallwaffen und 3D-Druck
Ein Beispiel für die Anwendung der additiven Fertigung sind Hyperschallwaffen. Scramjet-Triebwerke, die für einige Hyperschallwaffen essenziell sind, erfordern komplexe Kammern, die schwierig herzustellen sind. DeVries sagt, dass die Herstellung dieser Komponenten mit 3D-Druckern den Waffenherstellern „beeindruckende Fähigkeiten“ bietet. Es ermöglicht, Teile aus Hochtemperaturmetallen herzustellen und komplexe Schweiß- oder Lötverbindungen zu eliminieren.
Additive vs. traditionelle Fertigung
Während die additive Fertigung immer mehr an Bedeutung gewinnt, warnt DeVries davor, traditionelle Fertigungstechniken zu übersehen. Diese haben weiterhin ihren festen Platz in der Produktion. „Wir möchten die additive Fertigung als Werkzeug in unserem Arsenal betrachten und sie genau dort einsetzen, wo sie den größten Mehrwert bietet“, sagt DeVries.






