Das Unternehmen Rocket Lab feierte kürzlich den 3D-Druck seines 100. Rutherford Motors. Im nächsten Jahr sollen 200 weitere Rutherford-Motoren mir dem 3D-Drucker entstehen. Der Einsatz der additiven Fertigung für die Herstellung der Raketenantriebswerke soll die Herstellungszeit verkürzen und Kosten senken.

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Rocket Lab, ein Raumfahrtunternehmen aus Kalifornien, teilte in einer Pressemitteilung mit, dass sie den 100. mit einem 3D-Drucker gefertigten Rutherford Motor hergestellt haben. Mit diesem sollen billigere Raketenstarts und Weltraummissionen möglich werden.

Neuartiger Raketentriebwerkstyp

In nur wenigen Jahren hat das Unternehmen dank ihrer innovativen Fertigungs- und Konstruktionsteams alle Ziele erreicht. Der neuartige Raketentriebwerkstyp bietet laut dem Hersteller eine herausragende Leistung, eine hundertprozentige Startzuverlässigkeit und kann effizient hergestellt werden.

Das Unternehmen fertigte 2013 den weltweit ersten Motor, der mit einer elektrischen Turbopumpe betrieben wird, im 3D-Druckverfahren. Weitere 70 Rutherford-Motoren wurden seitdem hergestellt und in den Weltraum gebracht. Im Januar 2018 gelang es Rocket Lab, mit der 3D-gedruckten Rakete Electron drei Kleinsatelliten ins Weltall zu schießen.

„Mit dem Rutherford-Motor hat Rocket Lab einen großen Beitrag für einen zuverlässigen Start für kleine Satelliten möglich gemacht“, sagte Peter Beck, CEO von Rocket Lab.

Team mit Rutherford Engine
Rocket Lab feiert die Fertigung des 100. Rutherford Motors (Bild © Rocket Lab).

200 weitere Rutherford Motoren

Im nächsten Jahr sollen 200 Rutherford-Motoren auf der Basis einer verbesserten 3D-Druckanlage in Huntington Beach, Kalifornien, produziert werden. Die Triebwerke werden vom Launch Complex 1 in Neuseeland und vom Launch Complex 2 am Mid-Atlantic Regional Spaceport in Wallops Island in Virginia gestartet.

Rocket Lab zielt auf einen Markt ab, durch den kleinere Satelliten als Mitfahrer von größeren Nutzlasten in den Weltraum gelangen. 2019 sind monatliche Starts geplant. 2020 sollen zwei Starts stattfinden, wenn die Wallops-Anlage fertig ist. Laut Rocket Lab sind die Kosten das Hauptproblem. 22.000 US-Dollar (19.500 Euro) kostet ein Kilogramm bei Rocket Lab, 3000 US-Dollar (2660 Euro) sind es bei Falcon 9 von SpaceX. Rocket Lab sieht es jedoch als einen großen Vorteil für Kunden, Nutzlasten schnell in den Weltraum bringen zu können.

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Wie Rocket Lab die additive Fertigung in der Herstellung von Rutherford-Motoren für die Raumfahrt einsetzt.

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