Dem US-amerikanischen Unternehmen Rocket Lab gelang es, mit der Rakete Electron, drei Kleinsatelliten ins Weltall zu schießen. Die Rakete startete von neuseeländischem Boden aus und ermöglicht es, die Satelliten deutlich kostengünstiger ins All zu schicken, als dies bei anderen Anbietern der Fall ist.

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Das amerikanische Unternehmen Rocket Lab von Peter Beck entsendete kürzlich von Neuseeland aus die ersten drei kommerziellen Kleinsatelliten für fünf Millionen US-Dollar (ca. 4 Millionen Euro) ins All. Die Rakete „Electron“ befördert Kleinsatelliten mit maximal 150 Kilogramm Gesamtgewicht in den Weltraum.

Die Kosten für die Electron Rakete machen nur einen Bruchteil der Kosten aus, wie sie zum Beispiel bei SpaceX des US-Milliardärs Elon Musk anfallen würden. Viele Teile der Electron Rakete wurden mit einem 3D-Drucker hergestellt. Von der NASA und AeroJet Rocketdyne wurde im Januar erfolgreich ein RS-25 Raketentriebwerk getestet, dessen Bauteile zum Teil per 3D-Druck gefertigt worden sind.

Aufbau der Electron Raktenstartrampe.
Hier sehen Sie den Aufbau der Startrampe der Eletron Rakete (Bild © Rocket Lab).

Bei dieser Art der Satelliten handelt es sich im Fachjargon um sogenannte Sekundärnutzlasten, die zwischen einem und mehreren Dutzend Kilogramm wiegen können. Ein Kleinsatellit erfüllt in den meisten Fällen nur eine Aufgabe, hier zählt etwa die Messung des Verschmutzungsgrads auf dem Meer.

Peter Becks Rakete Electron ist 18 Meter hoch, schlank gebaut und mit einem zweistufigen Antrieb ausgestattet. Die erste Stufe besteht aus neun Rutherford-Motoren, die für die Rakete entwickelt wurden, während die zweite Stufe mit nur einem Motor arbeitet. Über den Einsatz dieser Motoren in den Electron Raketen berichteten wir bereits im Mai letzten Jahres.

Rakete von Rocket Lab
Rocket Lab Elektronenrakete (Bild © Rocket Lab)

Ein Großteil der Bauteile der schmalen Rakete stammt aus dem 3D-Drucker, was in einer Kostenersparnis bei der Herstellung resultiert. Als Treibstoff dient Kerosin, der seinen Sauerstoff aus einem Tank erhält, der aus leichtem Kohlenstofffaserverbundmaterial besteht. Das MIT AeroAstro entwickelte mit der Firefly eine Raktendrohne, die bis zu 0,8 Mach schnell fliegt, für die US-Airforce. Diese Drohne wird per 3D-Drucker hergestellt und soll 2019 ihre ersten Testflüge absolvieren.

Das geringe Gewicht des Sauerstofftanks ermöglicht den Transport von mehr Nutzlast. Von Elektropumpen werden Sauerstoff und Kerosin in die Brennkammern befördert, die einen nahezu zweifachen Wirkungsgrad wie traditionelle Pumpen aufweisen. Ohne Tankfüllung entspricht das Gewicht der Electron einem Kleinwagen, mit dem Vorteil eines Anfangsschubs von nur 162 Kilonewton. Ein Booster der Ariane V benötigt hingegen bis zu 6500 Kilonewton Startschub.

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