Die im hessischen Heuchelheim ansässige Schunk Group hat sich für die Integration von 3D-Druck in die Produktentwicklungs- und Herstellungsprozesse entschieden. Dafür kommt zukünftig ein X1 25Pro Metall-3D-Drucker von ExOne zum Einsatz. Schunk entschied sich für das Binder Jetting-3D-Druck-System aufgrund der Möglichkeit zur relativ kostengünstigen Massenproduktion sowie der höheren Design- und Materialfreiheit auf sich verändernden Märkten, wie der Automobil- und Luftfahrtindustrie.

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Die deutsche Schunk Group hat in einer Pressemitteilung die Integration der additiven Fertigung mit Metall-Binder-Jetting (BJT) in ihre bestehende Serienproduktionstechnologie angekündigt. Zuvor hatte sie einen X1 25Pro 3D-Drucker vom Hersteller ExOne erworben. Kunden der Schunk Group können je nach Bauteil, Anwendung und Menge zwischen Metall-BJT, Metallspritzguss und Press- & Sinterpulvermetallurgie wählen.

3D-Druck bei Schunk

Bisher produziert Schunk mit zwei Technologien, dem Axialpressen und dem Metallpulverspritzguss, mit Produktionsmengen von 100.000 Stück am Standort Thale in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung. Durch die zunehmende Abkehr von traditionellen Verbrennungsmotoren und die Umstellung auf neue Antriebsarten können Produktionsmengen unterschiedlich ausfallen. Das Unternehmen möchte die Flexibilität in Prüfung und Produktion mit seinen Serienanlagen erhöhen und neue Geometrien für jede Antriebsart ermöglichen.

Tobias Heusel, Global Account Manager, Schunk Mobility, sagt:

„Wenn wir auch morgen noch ein attraktiver Entwicklungspartner sein wollen, müssen wir Technologien nutzen und weiterentwickeln, die unsere Kunden weiterbringen. Das können wir mit unseren bestehenden Sintermetall-Bauteilen für Verbrennungsmotoren allein nicht mehr leisten. Deshalb wollen wir innovative 3D-Druck-Technologien in unsere bestehende Serienfertigung integrieren und mit neuen Produkten neue Anwendungen und Märkte erschließen.“

Schunk entschied sich für das Binder Jetting aufgrund der relativ kostengünstigen Massenproduktion, die die Technologie ermöglicht, und wegen der größeren Design- und Materialfreiheit. Dank der Materialauswahl ist Schunk in der Lage, die bereits in der Serienfertigung genutzten Metalle zu verwenden.

Verantwortliche von ExOne und Schunk
Die Schunk-Group wird den X1 25Pro von ExOne für seine Fertigung einsetzen (im Bild: Verantwortliche beider Unternehmen)(Bild © Schunk-Group).

Stimmen zu ExOne-3D-Druck bei Schunk

Eric Bader, Geschäftsführer der ExOne GmbH, sagt:

„Die Kombination unserer Stärke im Binder Jetting und Schunks äußerst fundiertem Verständnis von Pulvermetallurgie und Sintererfahrung schafft genau die Schnittstelle, die benötigt wird, um gemeinsam ein nachhaltiger Partner und Lieferant für zukünftige Kunden zu sein. Um hier und jetzt in den 3D-Druck einzusteigen, braucht es schon einiges an Weitblick. Schunk zeigt deutlich sein Engagement für neue Entwicklungen.“

Daniel Alfonso, Global Business Development Manager Metal Additive Manufacturing bei Schunk, ergänzt:

„Die Kooperation mit ExOne resultiert aus der steigenden Nachfrage nach der noch jungen Metall-3D-Drucktechnologie. Durch die Zusammenführung verschiedener Akteure in der Lieferkette dieses Marktes werden wir in der Lage sein, Entwicklungen zu beschleunigen und diese innovative Technologie weiter zu verfeinern. Und wie könnte dies besser möglich sein, als mit zwei Branchenführern wie Schunk und ExOne, die sich zusammenschließen, um tragfähige Lösungen für die Bedürfnisse unserer Kunden bereitzustellen?“

Heusel ergänzt:

„Wir verstehen uns als Entwicklungspartner unserer Kunden. Egal, ob ein 3D-Druck oder eines der konventionellen Formgebungsverfahren für ihre Anforderungen am besten geeignet ist, wir begleiten unsere Kunden von der ersten Bauteilanfrage bis zum fertigen Produkt. Dabei profitieren sie stets von hoher Qualität durch schlanke und stabile Prozesse.“

Schunk will sich künftig auf Zulieferungen für die Automobil– und Luftfahrtindustrie konzentrieren. Die Flexibilität durch den 3D-Druck eröffnet die Möglichkeit, komplexe Komponenten für eine Vielzahl von Industrien zu produzieren. Mehr News zum Additive Manufacturing erhalten Sie täglich im 3D-grenzenlos Magazin (Newsletter abonnieren).

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