Neuigkeiten bei der Übernahme von SLM Solutions durch General Electric. Der als „Geierfond“ bekannte Hedgefond der Investmentgesellschaft „Elliot Management“ vom Gründer Paul Singer hat sich bei dem Lübecker 3D-Drucker-Hersteller eingekauft. Und erhöht damit den 3D-Druck auf den den US-Mischkonzern General Electric.

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Logo General ElectricDer Druck auf den Mischkonzern General Electric (GE), der das Lübecker 3D-Druck-Unternehmen SLM Solutions übernehmen möchte, steigt. Dazu trägt der US-Finanzinvestor Paul Singer, Chef der Investmentgesellschaft Elliott Management, in erheblichem Maße bei. Seine Gesellschaft kündigte am letzten Mittwoch an, in den nächsten Monaten zusätzliche SLM-Aktien erwerben zu wollen.

Die Übernahmepläne von General Electric, die einen Aktienanteil von mindestens 75 Prozent vorsehen, könnten damit in Gefahr geraten, da sich Elliott bereits mit 16 Prozent eingekauft hat und diesen Anteil nun weiter ausbauen möchte.

Paul Singer ist schon oft in Übernahmeobjekte eingestiegen, um dadurch den Preis der Aktien in die Höhe zu treiben oder die Veräußerung sogar ganz zu unterbinden, und das oft mit Erfolg. Der auch als „Geierfond“ bezeichnete Investmentfond ist bereits mit seinem aggressiven Vorgehen gegen überschuldete Staaten wie beispielsweise Argentinien aufgefallen und hat sich bereits bei mehreren Unternehmen, so unter anderem bei Samsung, eingemischt.

Austausch der Geschäftsführung angedacht

Im Gegensatz zu GE möchte Singer das SLM-Solutions Management austauschen und die Kapitalstruktur des Unternehmens in erheblichem Maße ändern –  „vor allem mit Blick auf die Dividendenpolitik und das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung“ – ist einem Bericht von „Bloomberg“ zu entnehmen. Zugleich wird aber auch nicht ausgeschlossen, die SLM-Aktien zu verkaufen.

Kurze Information zur GE Offerte

Das Angebot von General Electric gilt bis zum 24. Oktober. Das amerikanische Unternehmen möchte SLM Solutions für insgesamt 683 Millionen Euro erwerben, um so in den industriellen 3D-Druck einzusteigen und hier eine führende Rolle zu übernehmen. GE plant, jedem SLM-Aktionär 38 Euro pro Anteil in bar zu zahlen. Das Unternehmen hat sich bereits die Unterstützung wichtiger Großaktionäre gesichert, so unter anderem des Unternehmensgründers und Aufsichtsratschefs Hans-Joachim Ihde. GE wurden bisher 31,5 Prozent aller Anteile angeboten.

Derzeit notiert der Aktienkurs über 40 Euro. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass die Anleger auf einen weiteren Aufschlag spekulieren. Analysten hingegen sahen bereits das Übernahmeangebot von GE als großzügig an, war SLM Solutions doch erst vor zwei Jahren an die Börse gegangen.

Einen ähnlichen Plan wie bei SLM-Solutions scheint Singer auch bei Arcam, einem schwedischen 3D-Druckerhersteller zu verfolgen. Auch dieses Unternehmen wird von GE umworben. Singer hat hier durch seine Investmentgesellschaft aktuell 6,6 Prozent aller Anteile in Besitz.

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