Automobilindustrie:

Automobilzulieferer Thomas Pazulla setzt auf 3D-Druck in der Serienproduktion

Der deutsche Automobilzulieferer Thomas Pazulla setzt auf 3D-Druck in der Serienproduktion für Automobilteile. Im FDM-Verfahren und mit ABS-Kunststoff konnte der Zulieferer 40.000 Teile in Serie mit 3D-Druckern herstellen.

Das Unternehmen Thomas Pazulla – Technische Dienstleistungen wurde im Jahr 2012 gegründet und beschäftigt sich seit 2013 mit dem Thema 3D-Druck. Jährlich produziert der mittelständische Betrieb 40.000 Teile für Kunden aus der Automobilindustrie. Vor vier Jahren befasste sich Thomas Pazulla erstmals mit der Additiven Fertigungstechnologie, weil er neben Planung & Entwicklung und Konstruktion, zusätzlich einen Produktionsdienst anbieten wollte. Fräsmaschinen sind sehr teuer in der Anschaffung und so kam Herr Pazulla erstmals mit 3D-Druckern in Berührung, berichtet das Unternehmen GermanRepRap gegenüber 3D-grenzenlos in einer Mitteilung.

3D-Drucker für Serienproduktion
German RepRap X400: Fünf 3D-Drucker für die Serienproduktion (Bild © German RepRap).

Da sich der 3D-Drucker-Hersteller GermanRepRap in Feldkirchen im Umfeld seiner Firma befand, schaute er sich die 3D-Drucker an. Seit dem Einstieg in den 3D-Druck verfügt Thomas Pazulla über insgesamt neun 3D-Drucker, bestehend aus fünf German RapRep X400 und vier X350. Ein GermanRepRap X1000 soll bald hinzukommen und das Produktionsangebot um die additive Fertigung von Flüssigkeiten anbieten zu können. Die LAM-Technologie (Liquid Additive Manufacturing) ermöglicht es Pazulla zufolge zum Beispiel Silikone per 3D-Druck zu verarbeiten.

Thomas Pazulla konnte mit Einsatz der 3D-Drucker einen Auftrag von 40.000 Teilen für einen Kunden aus der Automobilindustrie erfolgreich und zur vollsten Kundenzufriedenheit abschließen, so German RepRap. Pro Tag erforderte dies eine Produktion von 500 Teilen, wofür acht der neun 3D-Drucker täglich rund um die Uhr laufen müssen. Nach einer Tagesschicht von 24 Stunden waren 384 Teile gedruckt und die neunte Maschine produzierte teils am Wochenende vor, um die Tagesproduktion von 500 Teilen erreichen zu können. Das Endprodukt bestand in einem Einklebeteil für die Türverkleidung eines PKW.

Als Druckmaterial kam ABS zum Einsatz und war Vorgabe des Auftraggebers. ABS hat hervorragende technische Eigenschaften, die in einer Beständigkeit gegen wässrige Säuren, Laugen oder konzentrierte Salz- und  Phosphorsäure resultieren. Das Material entzündet sich erst bei 400 Grad Celsius. Laut Thomas Pazulla legen Kunden aus der Automobilindustrie einen hohen Wert auf Schnelligkeit, weil es von zentraler Wichtigkeit ist, flink die ersten Muster liefern zu können. Das Unternehmen erwartet einen starken Anstieg von Aufträgen bezüglich der Herstellung kleiner und mittlerer Losgrößen von FDM-Teilen.

Im Rahmen des „Project Skywalker“ plant das New Yorker Unternehmen Voodoo Manufacturing die Serienproduktion mit Desktop 3D-Druckern. Die drei Konzerne Daimler, EOS und AEROTEC wollen per 3D-Druck eine Großserienfertigung starten und der US-Autohersteller Ford will zunehmend Autoteile additiv fertigen.

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