Eklat:

Generalschlüssel aus dem 3D-Drucker alarmiert US-Flugsicherheitsbehörde

Eklat bei der US-Flugsicherheitsbehörde TSA. Weil sich ein Mitarbeiter mit einem Generalschlüssel am Bund fotografieren lies und die Washington Post das Bild verbreitete, können sich jetzt 3D-Drucker-Anwender weltweit einen Generalschlüssel der Mitarbeiter nachdrucken. Denn die CAD-Datei war bereits wenige Stunden später auf Github verfügbar.

Generalschlüssel

Ein User der 3D-Plattform Github hat aus einem versehentlich veröffentlichten Foto eines Generalschlüssels für Gepäckschlösser, eine CAD-Datei erstellt, mit der es möglich ist mit einem 3D-Drucker oder einer CNC-Fräsmaschine den Schlüssel nachzubilden. Die Zeitung Washington Post hatte das Bild zuvor publiziert, wo der Mitarbeiter der US-Flugsicherheitsbehörde TSA den Generalschlüssel für eine Vielzahl auf den Markt verfügbarer Koffer und Gepäckstücke an seinem Schlüsselbund trägt.

Im Jahr 2001 wurde die TSA (Transportation Security Administration) für die Sicherheit von Gepäckstücken und Durchsuchung verdächtiger Personen an US-Flughäfen gegründet. Die Mitarbeiter der US-Flugsicherheitsbehörde besitzen Generalschlüssel um Koffer von Herstellern wie Samsonite, American Tourister oder Master Lock öffnen zu können.

Ein Artikel der Washington Post berichtete über die Arbeit der TSA und dabei wurde aus Versehen das besagte sicherheitsrelevante Foto mit dem Generalschlüssel veröffentlicht. Das Bild wurde schnell gelöscht aber der Schaden ist bereits entstanden.

Nach dem Hochladen der CAD-Datei auf Github hatte bereits wenige Stunden später ein Github-Nutzer den Generalschlüssel mit seinem 3D-Drucker nachgedruckt. Er probierte den Schlüssel an einem TSA-Koffer aus. Und war erfolgreich.

Zur Vermeidung derartiger Vorkommnisse sind die Sicherheitsbehörden in den USA dazu verpflichtet, jegliche Schlüssel ihrer Mitarbeiter zu verdecken. Die TSA dürfte ihre Dienstanweisung an ihre Mitarbeiter und die bestehenden Sicherheitsvorschriften nach diesem Vorfall verschärfen. Das Beispiel zeigt aber auch zu welchen neuen Herausforderungen eine weitere Verbreitung der 3D-Drucker – vor allem im Privatbereich – führen kann.

Zur Vermeidung solcher Ereignisse sollte der Fokus aber auf Prävention und Aufklärung liegen und nicht auf einer „Verteufelung“ der 3D-Drucktechnologie, wie Sie nicht selten in Foren und sozialen Netzwerken zu finden ist, wenn Nachrichten dieser Art auftreten.

Hinweis: Auch auf mehrfache Anfrage haben wir auf eine Verlinkung zur CAD-Datei des Generalschlüssels verzichtet. Ähnlich wie bei der privaten Herstellung von Schusswaffen mit dem 3D-Drucker sehen wir uns als eines der führenden Magazine zum 3D-Druck in Deutschland in der Verantwortung, den Missbrauch der 3D-Drucker zur Überwindung von Sicherheitsvorschriften in jeglicher Form zu missbilligen. Vielen Dank für das Verständnis.

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