Das US-Militär möchte verstärkt auf den 3D-Druck setzen. Die additive Fertigung erleichtert nicht nur die Herstellung schwer zu findender Ersatzteile für alte Maschinen, er bietet auch noch andere Vorteile. Das U.S. Marine Corps plant deshalb ein Advanced Manufacturing Repository, um additive Fertigungsdaten von allen Militärdiensten an einem Ort zu sammeln und jedem verfügbar zu machen.

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Der 3D-Druck ist beim Militär sehr beliebt. Service-Mitarbeiter können damit unter anderem Ersatzteile für ältere Maschinen oder Transportmittel herstellen. Das Potenzial des additiven Fertigung für die Verteidigung ist aber noch weitaus größer. Im Sommer teilte das US-Militär mit, dass es für 2022 millionenschwere 3D-Druck-Projekte plant. Das Marine Corps hat jetzt in seiner neuesten Mitteilung die Planungen für 3D-Druck-Designs und technischen Daten für mehr als 400 Teile in einem digitalen, s.g. „Advanced Manufacturing Repository“ zu speichern. Es ist vorgesehen, die Informationen in einem Datentresor neu zu organisieren, damit die Nutzer die benötigten Dateien jederzeit finden.

Sgt. Adrian Willis und ein 3D-Drucker
Ein Marine der 31. Einheit erklärt seinen Kollegen den 3D-Drucker (Bild: © Cpl. Stormy Mendez).

Kristin Holzworth, leitende Wissenschaftlerin der Advanced Manufacturing Operations Cell des Systems Command (SYSCOM), sagte:

„Wir haben ein Datenproblem. Viele Daten sind zwar für den 3D-Druck verfügbar, aber es ist unklar, was wir haben und was nicht. Es kann schwierig sein, Flottenzugang zu dem zu bekommen, was wir haben.“

Details zum 3D-Druck bei den Marines

Der Digital Manufacturing Data Vault ist ein unternehmensweites Advanced Manufacturing Repository, das additive Fertigungsdaten von allen Militärdiensten und der Defense Logistics Agency mit programmverwalteten technischen Daten integriert.

Holzworth ergänzt:

„Es wird einen flottenweiten Zugang ermöglichen und den Zugriff auf das gesamte Unternehmen des Marine Corps sowie für Operationen in mehreren Umgebungen ermöglichen, einschließlich Basis, Station, Depot und Expeditionskorps.“

Die Einheiten des Marine Corps haben Zugang zur mobilen Einrichtung X-Fab, ein in sich geschlossener Unterstand, der 6 x 6 Meter großer Unterstand, der in sich geschlossen ist und mit fünf 3D-Druckern, einem Laserscanner und Cutter und einem computergestützten Design-Softwaresystem ausgestattet ist.

Das Bataillon erhält in 2022 ein tragbares 3D-Druck-Kit, wie Joshua Whitehead, Wartungsbeauftragter der Amphibious Vehicle Test Branch von SYSCOM, erklärt. Er ergänzt, dass das Ersetzen kritischer Teile durch einen 3D-Drucker und der Zugriff auf Designs für das Marine Corps expeditions- und effizienzsteigernd sei.

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