Mit 3D-Druckern oft im privaten Umfeld hergestellte, funktionsfähige Schusswaffen (s.g. „Ghost Guns“) sind weltweit ein Problem. Sie sind nach einem Verbrechen schwer dem Täter zuzuordnen, da sie nicht registriert werden. Die fehlende Hintergrundprüfung macht es Kriminellen auch leichter an Waffen heranzubekommen. In den USA möchte die Regierung unter Präsident Joe Biden jetzt das Problem mit den Ghost Guns schärfer angehen.

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In den USA ist es in der Vergangenheit immer wieder zu schrecklichen Todesfällen gekommen, bei denen Schusswaffen im Spiel waren. Laut einem Bericht (17,24 Mb; öffnet in neuem Fenster) des Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF) hat sich die Zahl der in Amerika hergestellten Waffen im Jahr 2020 mit 11,3 Mio. Schusswaffen auf das Dreifache der 3,9 Mio. Schusswaffen, die zwanzig Jahre zuvor im Jahr hergestellt wurden, erhöht. Die US-Bevölkerung stieg in dieser Zeit um 18 %, die Zahl der produzierten Schusswaffen um 250 %. Die Zahl der sogenannte „Ghost Guns“, das sind funktionsfähige Schusswaffen die privat mit einem 3D-Drucker hergestellt werden und deren Herstellung schwer nachzuverfolgen ist, hat ebenfalls zugenommen, wie das Nachrichtenmagazin CBS berichtet.

Waffen in Amerika

Als Teil dieses Trends hat nicht nur die Anzahl sondern auch der nachgewiesen Einsatz dieser „Geisterwaffen“ zugenommen, stellte die ATF fest. In 2021 hat die US-Regierung einige Richtlinien erlassen, um die Schießereien einzudämmen. Erst kürzlich hat ein Schütze in einem Supermarkt in Buffalo, New York, zehn Menschen getötet und drei Menschen verletzt. Nur einen Tag später kam es zu einer Schießerei in einer Kirche in Kalifornien, bei der ein Mensch getötet und sechs Menschen verletzt wurden.

Bis 2009 waren es noch Gewehre, die am meisten genutzt wurden. Nach und nach stieg das Interesse an Pistolen. Der größte Teil der 4.200 % an Zuwachs am Verkauf von Komponenten, mit denen sich Waffen zusammenbauen lassen, nahm in den zehn Jahren nach 2010 zu. Das zeigt einen Trend, dass Privatpersonen ihre eigenen Schusswaffen aus Serienteilen herstellen.

Grafik zu Waffen in den USA zw. 2000 und 2020
Die Zahl der in Amerika hergestellten Waffen hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren fast verdreifacht (Bild © Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms).

Das Problem mit den Ghost Guns

Waffen, die von einer Einzelperson ohne Seriennummer hergestellt werden, sind legal. Seit der Mitte der 2000er Jahre gibt es immer mehr Online-Tutorials und eine Zunahme an privaten 3D-Druck-Anwendern, wodurch das Ganze nochmal deutlich zugenommen hat. Die Zahl der Verbrechen, an denen DIY-Waffen beteiligt waren, nahm ebenfalls zu. Im Januar 2020 kam es zum ersten Mord mit einer 3D-gedruckten Waffe. Dass die Herstellung und der Vertrieb unreguliert ist, ist ein großes Problem. Es ist kaum nachzuvollziehen, wie viele Waffen im privaten Bereich entstehen und somit auch, wie viele von Kriminellen genutzt werden.

3D-gedruckte Waffe in Blau
In Philadelphia wurden 3D-gedruckte Waffen sichergestellt (im Bild: Beispiel der Waffen)(Bild © CBS Local).

Da für den Kauf keine Hintergrundprüfung erforderlich ist, sind diese Waffen sehr attraktiv für Kriminelle. Ein US-Bundesrichter stoppte im März 2020 die Gesetzesvorlage der Trump-Regierung für vereinfachten Online-Zugang zu 3D-Druckvorlagen für Waffen. Doch die Waffen wurden ungehindert weiterproduziert. Im Januar 2022 griff ein Mann in den USA drei Polizisten mit Waffe aus 3D-Drucker an. Die Regierung unter Präsident Joe Biden möchte deshalb gegen Geisterwaffen vorgehen. Sie hat eine neue Regel eingeführt, die vorschreibt, dass diese Waffen Seriennummern enthalten und wie andere Waffen rückverfolgbar sein müssen, die am 1. August in Kraft tritt.

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