Eine aktuelle Umfrage der Bitkom zeigt, dass die Zustimmung für 3D-gedrucktes Fleischalternativen in Deutschland gegenüber dem letzten Jahr zugenommen hat. Die Umfrage beschäftigt sich außerdem generell mit dem Fleischkonsum und -Verzicht in Deutschland. Wir fassen die wichtigsten Informationen zusammen.

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Im Vorjahr haben wir eine Umfrage der Bitkom vorgestellt, die besagt, dass nur jeder achte Befragte in Deutschland überhaupt 3D-gedrucktes Fleisch probieren würde. Für viele sind Fleischersatzprodukte keine gleichwertige Alternative, weshalb sie Fleisch von Tieren bevorzugen. Seit einiger Zeit merkt eine wachsende Anzahl von Menschen jedoch, dass der Fleischkonsum sich negativ auf die Umwelt und das Klima auswirkt. Eine neue Umfrage der Bitkom zeigt nun, dass das Interesse an „fleischlosem Fleisch“ steigt und dabei auch die 3D-Drucktechnologie eine immer bedeutender Rolle einnimmt.

Details zur Umfrage

Essen mit tierfreiem Fleisch
Da tierfreie Fleisch ähnelt in Aussehen, Geschmack und Geruch echtem Fleisch und soll auch Fleischliebhabern eine Alternative bieten (Bild © Redefine Meat).

Ein Sechstel (17 Prozent) der Menschen in Deutschland würde Fleisch aus dem 3D-Drucker essen. Hierbei wird mit einem Lebensmitteldrucker ein Stück Fleisch aus Rinderzellen produziert. Entwickler arbeiten daran, diese Art der Produktion massenmarkttauglich zu machen. Die Befragung der Bitkom ergab, dass die Akzeptanz dafür wächst. 2019 konnte sich ein Achtel (13 Prozent) vorstellen, Fleisch aus dem 3D-Drucker zu essen. 24 Prozent wollen künstlich hergestelltes Fleisch nicht probieren. 53 Prozent wollen das auf keinen Fall probieren.

62 Prozent haben noch vor zwei Jahren den Konsum von Fleisch aus digitaler Produktion kategorisch ausgeschlossen. Das zeigte eine repräsentative Befragung der Bitkom unter 1.007 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

Andreas Schweikert, Bereichsleiter für Landwirtschaft beim Bitkom, erklärt:

„Zunehmend mehr Menschen sind sich den Auswirkungen des Fleischkonsums auf Umwelt und Klima bewusst und bereit, dafür alternative Wege zu gehen. Manchen fällt es dennoch schwer, ihre Essgewohnheiten umzustellen, und viele wollen auf Fleisch nicht verzichten. An dieser Stelle kann die digitale Fleischproduktion etwa aus dem 3D-Drucker eine Lösung sein.“

Verzicht auf Fleisch bei Frauen größer

45 Prozent der Befragten wollen weniger oder gar kein Fleisch mehr essen, um etwas Gutes für den Klimaschutz zu tun und haben ihren Konsum etwas reduziert. 10 Prozent verzichten komplett auf Fleisch. 24 Prozent der Befragten wollen weniger Fleisch essen, schaffen es aber nicht. 20 Prozent (ein Fünftel) werden nicht auf Fleisch verzichten. 51 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer sind zumindest eher bereit, weniger oder gar kein Fleisch mehr zu essen. 10 Prozent essen schon länger aus anderen Gründen weniger oder gar kein Fleisch.

In wenigen Monaten erhalten die ersten Restaurants in Deutschland 3D-gedruckte Fleischalternativen von Redefine Meat. Wir werden sehen, wie das die Zustimmung zu 3D-gedruckten Fleischalternativen ändern könnte. Mit einem Newsletter-Abonnement verpassen Sie keine weiteren News zu diesem oder anderen 3D-Druck-Themen.

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