Der Branchenverband Bitkom hat 555 Industrieunternehmen befragt, ob und wie sie den 3D-Druck einsetzen. Die Befragung ergab, dass jedes dritte Unternehmen (32 %) bereits 3D-Druck nutzt. Vom Bitkom-Präsident Achim Berg heißt es „Die deutsche Industrie hat das Potenzial der 3D-Drucktechnologie erkannt.“

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Die neueste Bitkom-Umfrage zum 3D-Druck zeigt, dass jedes dritte Unternehmen (32 %) in Deutschland bereits in irgendeiner Art und Weise 3D-Druck nutzt. Hauptgrund sich für 3D-Druck zu entscheiden ist bei den meisten Unternehmen die Möglichkeit der Individualisierung. Waren es 2016 noch 20%, setzen 2018 bereits 28 Prozent auf die additive Fertigung. Das ergab eine repräsentative Befragung von 555 Industrieunternehmen, die mehr als 100 Mitarbeiter haben.

Potenzial des 3D-Drucks erkannt

„Die deutsche Industrie hat das Potenzial der 3D-Drucktechnologie erkannt.“ Bitkom-Präsident, Achim Berg.

Der Bitkom-Präsident Achim Berg findet, dass die deutsche Industrie das große Potenzial der 3D-Drucktechnologie erkannt hat. Unternehmen würden so Kosten sparen, den Materialeinsatz reduzieren und Ressourcen schonen. Werden Ersatzteile vor Ort gefertigt, erspart man sich lange Lieferwege, was wiederum die Umwelt schont.

42 Prozent der Industrieunternehmen nutzen die additive Fertigung für die Herstellung von Mustern, Gießformen oder Werkzeugen. 35 Prozent stellen damit ihre Ersatzteile her. 30 Prozent greifen bei ihren Modellen auf den 3D-Druck zurück. Für die Unternehmen ist es vor allem wichtig, dass durch den 3D-Druck individualisierte Produkte entstehen. 2018 waren es noch 53 Prozent der Befragten, heute sind es bereits 61 Prozent, die diese Möglichkeit besonders schätzen.

Grafik zur Befragung von Bitkom zur Nutzung von 3D-Druck
Eine Bitkom-Umfrage zeigt, dass jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) 3D-Druck nutzt (Bild © Bitkom).

3D-Druck verändert Geschäftsmodelle und Wertschöpfung

78 Prozent der befragten Unternehmen denken, dass der 3D-Druck Geschäftsmodelle und die Wertschöpfung stark verändern wird. 7 Prozent glauben nicht daran, dass sich die Situation stark ändert. Laut Berg würden traditionelle Fertigungsverfahren noch nicht vollständig vom 3D-Druck verdrängt. In vielen Bereichen wird er aber zum bevorzugten Verfahren.

Die Flexibilität in der Herstellung sagte 50 Prozent der Befragten 2018 sehr zu, heute sind dies bereits 55 Prozent. 16 Prozent vertreten die Ansicht, dass durch den 3D-Druck Ersparnisse möglich sind. Im Vorjahr waren es noch 12 Prozent. Besonders kleine und mittlere Unternehmen müssen laut Bitkom-Präsident Berg bei der Einführung des 3D-Drucks unterstützt werden. In allen Bildungsstufen solle das dazu nötige Wissen gelehrt werden. Der 3D-Druck sei laut Berg in relevante Ausbildungsberufe zu integrieren.

Über die Zahlen vom Vorjahr haben wir hier berichtet. Eine VDMA-Umfrage zeigt, dass der 3D-Druck mit Kunststoff und Metall in der Maschinenbau-Branche stark an Bedeutung gewinnt.

» Lesen Sie auch: Alle aktuellen Marktforschungen, -Studien und -Prognosen zum 3D-Druck in der Übersicht

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