Das 3D-Druck-Unternehmen Markforged befragte 600 Unternehmen, wie es ihnen in der COVID-19-Pandemie ergeht. Dabei zeigte sich, dass vor allem bei Unternehmen, in denen 3D-Druck bereits zum Einsatz kommt, besser durch die Krise gekommen sind als Unternehmen die selbst noch kein Expertise in der Additiven Fertigung aufgebaut haben. Einige Unternehmen erlebten mit dem unternehmensinternen Einsatz von 3D-Druckern sogar einen deutlichen Wettbewerbsvorteil und konnten Zeit und Geld in der Produktion oder beim Prototyping einsparen.

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Der US-amerikanische 3D-Drucker-Hersteller Markforged hat 600 Personen aus verschiedenen Fertigungs- und Technologieunternehmen befragt, wie es ihnen seit der COVID-19-Pandemie ergeht. Viele Firmen gelang es, mit Hilde der Additiven Fertigung von den ersten Monaten an ihren Betrieb aufrechtzuerhalten und zerbrochene Entwicklungs-, Produktions- oder Lieferketten zu überbrücken. Eine Unternehmen berichten sogar durch innovatives Arbeiten Zeit und Geld in der Pandemie eingespart zu haben.

Cover von "COVID-19 Impact on Supply Chains: Global Additive Manufacturing Industry Report"
Über 600 Unternehmen wurden zur Auswirkung der Additiven Fertigung auf die Folgen der COVID-19-Pandemie befragt und im Report „COVID-19 Impact on Supply Chains:
Global Additive Manufacturing
Industry Report“ von Markforged veröffentlicht (Bild © Markforged).

Der erste Jahresbericht „COVID-19 Impact on Supply Chains: Global Additive Manufacturing Industry Report“ (PDF, 4,5 Kb; öffnet in neuem Fenster) von Markforged geht detailliert auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Unternehmen aus der Produktionsindustrie weltweit ein. Er zeigt außerdem, wie die additive Fertigung dazu beigetragen hat, die Betriebsabläufe aufrechtzuerhalten. Manche Unternehmen sind zudem wirtschaftlich gewachsen.

Die internationale Umfrage wurde zwischen Juli und September 2020 durchgeführt. Im Anschluss wurden die Daten analysiert und die Erkenntnisse extrapoliert. Eine große Gruppe der Befragten sind Kunden von Markforged.

Ergebnisse

Das Ergebnis zeigte, dass Hersteller mit industriellen 3D-Druckern während der Pandemie Geld und Zeit gespart haben. Bei 68% war es „etwas Zeit“ oder „eine erhebliche Menge Zeit“. Fast 60% sparten mit dem 3D-Druck „etwas Geld“ oder „eine beträchtliche Menge Geld“. Diese Einsparungen brachten auch einen langfristigen Mehrwert für das Unternehmen. Sie arbeiteten produktiver und effizienter.

Die Pandemie ist für einige Unternehmen ein erzwungener digitaler Wandel. 28% der Befragten gaben an, dass sie den 3D-Druck im Vergleich zum Einsatz vor der Pandemie jetzt stärker nutzen. 39% der Befragten gaben an, in Zukunft mehr in digitale Fertigungstechnologien zu investieren.

Fast 45% der Befragten konnten während der Pandemie „business as usual“ betreiben. Knapp ein Viertel (24%) hat begonnen, neue Produkte herzustellen. Die Befragten druckten auch persönliche Schutzausrüstung (PSA). Mehr als 539 Anwender aus dem Kundenstamm von Markforged verwendeten ihre Drucker für die Herstellung PSA während der Pandemie. Es wurden 5.460 Teile in 3D gedruckt, darunter Masken, Testkits und Ventile.

Welle der Hilfsbereitschaft

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie zeigte sich, der 3D-Druck bringt erstaunlich viele Möglichkeiten, um zu helfen. Viele Firmen, aber auch Hobby-Maker boten sich an, mit all den verfügbaren Mitteln medizinische Einrichtungen zu unterstützen. Die bayerische FIT AG stellte zum Beispiel im Mai wiederverwendbare Atemschutzmaske aus dem 3D-Drucker für Kinder vor. Es gründeten sich viele Initiativen, um schneller und effizienter zusammenzuarbeiten. Ideen die Kunststoffmaske „MAF1“ von der #StopTheDrop-Initiative wurden weltweit kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit Ideen schnell realisiert werden konnten stellten Firmen wie BCN3D 3D-Drucker im Kampf gegen die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus zur Verfügung.

Shai Terem, CEO und Vorstandsvorsitzender von Markforged:

„Unsere Befragung zeigt, dass selbst während eines für die Produktionsindustrie sehr unsicheren Jahres, jene, die auf 3D-Drucktechnologie setzen, durchgehalten haben. Wir sind entschlossen, unsere 3D-Drucker und Software-Lösung stetig zu verbessern, um unseren Kunden auch in anspruchsvollen Zeiten einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen.“

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