Das Deutsche Fachkolloquium Textil in Aachen präsentiert Ende März seine Forschungen zum 3D-Druck mit Hochleistungsfasern und deren Integration in die Produktion. Unter anderem wird Airbus seine Sicht auf die Zukunftspotenziale des Verfahrens für die Industrie geben.

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Deutsches Fachkolloquium Aachen

Der 3D-Drucker kann Bauteile herstellen, die in ihrer Form und Funktion eine Flexibilität haben und dabei sind sie flexibler, je dünner sie gedruckt wurden. Die Stabilität leidet allerdings unter diesem dünnen Druck. In Zukunft sollen derartige Bauteile mit Hochleistungsfasern wie Aramid oder Carbon verstärkt werden. Auf dem Deutschen Fachkolloquium Textil in Aachen vom 28. bis 29. März 2017 unter dem Motto „Smart Production – Tailored Surfaces“ wird das Verfahren, bei dem 3D-Druck mit Hochleistungsfasern kombiniert wird, dem Fachpublikum präsentiert. Der Veranstalter und die Referenten wollen sich auf dem Event mit der Fertigungsindustrie austauschen.

Wie Peter Sander, der Leiter Emerging Technologies & Concepts bei Airbus Deutschland erklärt, sei der 3D-Druck von Faserkunststoffverbund noch am Anfang, doch eröffne interessante multimateriale Perspektiven, wie es in einer uns zugesandten Pressemitteilung heißt. Er wird über die Fertigungspotenziale des 3D-Drucks in der zivilen Flugzeugfertigung berichten. Nach seinen Angaben stammen bereits mehr als 500 thermoplastische Serienbauteile aus dem 3D-Drucker. In derartigen Komponenten könnten seinen Worten nach künftig auch Kurzfasern aus Carbon für einen Zuwachs an Festigkeit und Stabilität sorgen. Zur Zeit steht die technische Umsetzbarkeit im Fokus der Forschung, doch die ersten Hersteller befassen sich mit Kurzfaserbeimischungen für Faserkunststoffverbund-Halterungen in Flugzeugen. Airbus zählt zu den europäischen Industriekonzernen die sich sehr intensiv um die Integration von 3D-Druck in Produktionsketten bemühen (Beispiele).

Die Erfahrungen der Industrie, die bisweilen Ergebnis eigener Entwicklungen in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen sind, sollen auf der Tagung ans Tageslicht gebracht werden. Auf der Veranstaltung werden Experten aus den Bereichen Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Composites, Material, Veredelung und Funktionalisierung zugegen sein. Der Gastgeber ist das DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien aus Aachen. Die Steifigkeit und Festigkeit additiv hergestellter thermoplastischer, keramischer oder metallischer Bauteile durch Fasern enorm zu erhöhen, bietet der Architektur, Bekleidung und Medizin neue Multimaterial-Perspektiven.

Von einem neuartigen Fertigungsverfahren könnten medizinische Prothesen in Zukunft erfahren. Vor allem in der Herstellung von Prothesen findet der 3D-Druck heute schon rege Anwendung. In dem neuen Verfahren werden die Flexibilität des 3D-Drucks mit der Faserverbund-Stabilität verschmolzen. Auf dem Fachkolloquium werden auch 4D-Textilien ein Thema sein. Sofern uns Inhalte des Fachkolloquiums vorliegen, berichten wir wie gewohnt in unserem 3D-Drucker-Newsletter.

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