In Japan scheinen 3D-gedruckte Modelle von Föten groß in Mode zu sein. Das japanische Technologieunternehmen Marubeni Information Systems Co. (MSYS) ist jetzt jedenfalls in diesen Markt eingestiegen und nutzt für die Fertigung der 3D-Modelle Acrylharz.

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Die japanische Technologiefirma Marubeni Information Systems Co. (MSYS) ist in den Markt für 3D-Fötus-Modelle eingestiegen. Die Tochtergesellschaft der Marubeni Handelsgruppe ermöglicht es, Eltern ein detailreiches 3D-Druck-Modell ihres ungeborenen Babys zu präsentieren. Vor zwei Jahren tauchte die Geschäftsidee mit 3D-Fötus-Modellen erstmals in Japan und den USA auf, wovon wir im Dezember 2015 berichteten.

Als Druckmaterial für die 3D-Fötus-Modelle wurde Acrylharz gewählt. MSYS ließ sich von Geburtshelfern wie Gynäkologen beraten, um optimalere und exaktere Ergebnisse erzielen zu können. Wie ein Firmenvertreter berichtet, hoffe man, dass ein Kind, wenn es größer geworden ist, die Gelegenheit haben wird, seine Figur mit den Eltern zu betrachten und gemeinsam mit Nostalgie in die Vergangenheit zu blicken. Das Hong Konger Krankenhaus Adventist Hospital Tsuen Wan bietet werdenden Eltern an, eine 3D-Replik ihres ungeborenen Kindes anzufertigen.

3D-gedruckte Fötus Repliken.
Hier sehen Sie drei von MSYS mittels 3D-Drucker gefertigte Fötus Repliken (Bild © The Asahi Shimbun Company).

Die Bilder eines Fötus werden mit der 3D-Ultraschall-Technologie aus diversen Blickwinkeln erstellt. Die künftigen Eltern können im Anschluss entscheiden, was für ein Bild als 3D-Modell gefertigt werden soll. Danach erhält MSYS die 3D-Datei, welche in ein 3D-Modell umgewandelt wird. Zum Drucken des Fötus-Modells wird Acrylharz verwendet. Nach Firmenangaben sollen die Aufträge innerhalb von einer bis drei Wochen abgeschlossen werden. Nach Angaben der Webseite Asahi.com sollen die Kosten für den 3D-Druck der Replik je nach Größe zwischen 7.000 und 30.000 Yen (umgerechnet etwa 50 bis 225 Euro) liegen.

Eingesetzt wird die Technologie bereits in der Nishikawa Klinik in Abeno-ku, Osaka-shi. Zugleich möchte man in diesem Jahr noch eine Zusammenarbeit mit einem Krankenhaus in Kyushu starten und plane, in den nächsten drei Jahren mit dem 3D-Drucker jährlich etwa 50.000 Repliken von Föten zu fertigen.

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