Japan investiert 39 Millionen US-Dollar in Entwicklungen zum 3D-Druck. Das Land versucht mit dem Projekt Anschluss an die USA und Europa zu halten. Investiert werden soll das Geld vorrangig in die Einführung von 3D-Druck in japanische Bildungseinrichtungen, einen industriellen 3D-Drucker und in Forschung und Entwicklung.

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Flagge JapanAuf Grund der Dominanz vor allem der USA und mit starkem Wachstum prognostiziert für Europa auf des Marktes für 3D-Drucker, möchte die japanische Regierung nun den Anschluss behalten indem umgerechnet 38,6 Millionen US-Dollar für ein nationales 3D-Druck-Projekt bereitgestellt werden, wie 3ders.org berichtet. Die Forschung und Entwicklung von 3D-Druckmaschinen sowie einer raffinierten 3D-Formentechnik wurden in dem Budget als Kernpunkte berücksichtigt.

Forschung und Entwicklung

Der Betrag für Forschung & Entwicklung beläuft sich auf 3,2 Billionen Yen und soll vor allem dazu dienen, 3D-Drucker zu entwickeln die in der Lage sind Metall im industriellen Maßstab für Endprodukte herzustellen. Weitere 550 Millionen Yen sollen für die Entwicklung einer superpräzisen 3D-Drucktechnologie eingesetzt werden inklusive Selektives Laser-Sintern, Fusel Deposition Modeling (FDM) und einer Technologie für die Nachbearbeitung sowie Pulver-Recycling. Der Restbetrag von 250 Millionen Yen dient der Entwicklung neuer 3D-Messeinrichtungen und einer Bildbearbeitungssoftware.

Bildung: 3D-Drucker für Japans Universitäten

Kurzfristig plant die japanische Regierung den Einsatz von 3D-Druckern in Bildungseinrichtungen damit die Studenten praktische Erfahrungen mit den 3D-Daten und der 3D-Drucktechnologie sammeln können. Mit Einsatz der 3D-Drucktechnik hofft die japanische Regierung, dass sich die Studenten genug Erfahrungen und Fähigkeiten aneignen um diese in der Forschung & Design einzusetzen. Die Phantasie der Studierenden für die Umsetzung von Ideen soll mit den 3D-Druckern ebenfalls verstärkt werden.

Im Jahr 2014 hat das Wirtschafts-, Handels-, und Industrieministerium vorgesehen, ein neues Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu starten. Drei große Universitäten sowie Institute und 27 japanische Unternehmen sollen dabei mitwirken. Zu den Firmen zählen bekannte Namen wie Nissan, Panasonic und Mitsubishi. Das Ziel ist die Förderung der 3D-Drucktechnik mit Metallen um bis zum Jahr 2015 einen Maschinen-Prototypen für die Fertigung hochwertiger Metallteile per 3D-Druck gebaut zu haben. Bei den drei Universitäten und Instituten handelt es sich um die National Institute of Advanced Industrial Science and Technology, Tohoku University und die Kinki University.

Industrie: 2020 modernster 3D-Industriedrucker aus Japan

Das langfristige Ziel Japans ist es bis zum Jahr 2020 über die modernsten 3D-Industriedrucker zu verfügen, um einen erheblichen Einfluss auf den 3D-Druckmarkt zu haben. Auf internationaler Ebene beherrschen die USA den 3D-Druckmarkt mit 75 Prozent während Deutschland sich einen Marktanteil von 15 Prozent sichern konnte. Japanische 3D-Drucker hingegen konnten bislang nur 0,3 Prozent des boomenden Marktes für sich gewinnen. Wenn es der japanischen Industrie gelingt einige Erfolgsgeschichten im 3D-Druck zu schreiben, dann könnte der gesamte Markt neu gemischt werden.

Der staatliche geförderte Einstieg Japans in den stark wachsenden Markt für 3D-Drucker kann zum einen als gutes Zeichen auch für andere Nationen gewertet werden, vor allem aber für Japan selbst. Das westasiatische Land ist weltweit führend in der Robotertechnik und einen vergleichbaren Erfolg dürften japanische Hersteller nach dem Projekt auch im Bereich der industriellen 3D-Drucker erwarten. In der Industrie werden 3D-Drucker verstärkt gefragt sein und japanische Technik gilt als sehr zuverlässig und gleichzeitig hochmodern.

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